Alarmierende Studie über Bewerberinnen mit Kopftuch

BERUFSCHANCEN

Alarmierende Studie über Bewerberinnen mit Kopftuch

344
Muslima
(FOTO: iStockphoto)

Im Rahmen der Forschungen der Universität Linz wurde eine Studie durgeführt, um den Einfluss des Kopftuches auf die Jobchancen zu untersuchen.

Die Ergebnisse der Linzer Studie, welcher beim Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) in Bonn erschienen ist, zeigen, dass Bewerberinnen mit einem türkischen Namen oder einem Kopftuch schlechtere Chancen auf eine Einstellung haben.

Die Autorin der Untersuchung, Doris Weichselbaumer, versendete im Rahmen der Studie rund 1.500 fiktive Bewerbungen als Unternehmen in Deutschland. Hierbei verwendete sie unterschiedlichste Namen und Fotos für die vermeintlichen Frauen, welche alle über gleiche Qualifikationen verfügten.

LESEN SIE AUCH: Vorgesetzter darf Gesichtsschleier verbieten

Eine Muslima wurde gekündigt, weil sie zukünftig einen Gesichtsschleier bei ihrer Arbeit tragen wollte. Das ist laut OGH-Urteil keine Diskriminierung. Die Islamische Glaubensgemeinschaft (IGGiÖ) zeigt Verständnis für das Urteil.

Bewerbungen unter dem Namen „Sandra Bauer“ erhielten in 18,8 Prozent der Fäll eine positive Rückmeldung. Auf der anderen Seite war nur 13,5 Prozent der Rückmeldung auf Schreiben mit dem Namen „Meryem Öztürk“ positiv.

Wenn zudem auf dem Foto eine Frau mit Kopftuch abgebildet war, so wurde sogar auf nur 4,2 Prozent der Bewerbungen positiv geantwortet.

Insgesamt gab es drei fiktive Bewerbungen, eine mit deutschem Namen und zwei mit türkischen, wobei eine davon ein Kopftuch trug und die andere nicht. Bei beiden Bildern handelte es sich allerding um dasselbe Fotomodell. Ebenso enthielten die Schreiben keine expliziten Angaben zur Religion.