Begegnung zweier Weltreligionen in Ottakring

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Begegnung zweier Weltreligionen in Ottakring

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Ottakring - Begegnung zweier Weltreligionen
Mädchenchor der Glaubensgemeinschaft Džemat Bosna (links) und Bezirksvorsteher Franz Prokop mit Vertretern der mohammedanischen Glaubensgemeinschaft in der Pfarrkirche Maria Namen (rechts). FOTOS: Bezirksvorstehung Ottakring

Im 16. Wiener Gemeindebezirk trafen Vertreter zwei Weltreligionen aufeinander, welche das Gemeinsame über das Trennende stellen und sich für ein harmonisches Zusammenleben aussprechen.

Der islamische Bildungs- Kultur- und Sportverein Bosnien Herzegowina, Džemat Bosna ist Nachbar der Pfarre Maria Namen, der Jesus David Jaen Villalobos vorsteht, ein umtriebiger und sehr kontaktfreudiger Hochwürden aus San Fernando in Spanien, der es versteht seine Gemeinde mit Festen, Vorträgen und Ausflügen zu begeistern.

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Zum ersten Mal in der Geschichte unserer Glaubensgemeinschaften haben ihre Vertreter einem österreichischen Medium ein gemeinsames Interview gegeben. Heute ist der Glaube mehr denn je mit den Herausforderungen des Alltagslebens konfrontiert.

 

Natürlich bestehen auch herzliche Kontakte zu den Repräsentanten der Vereine in der Nachbarschaft in der Hasnerstraße sowie in der Hippgasse. Aus Anlass des Interreligiösen Straßenfestes, am Sonntag, dem 1. Oktober 2017, besuchte Bezirksvorsteher Franz Prokop gemeinsam mit Pfarrer Villalobos, Bezirksrat Thomas Brandstätter sowie Dževad Gazibara von Džemat Bosna sowohl den Gebetsraum der bosnischen Vereinigung als auch alle Räumlichkeiten der Pfarrkirche.

Jesus David Jaen Villalobos und Dzevad Gazivar waren von der Vielfalt der Möglichkeiten gemeinsame Veranstaltungen zu organisieren, fasziniert. Sie vereinbarten weitere Treffen, um die zukünftigen Aktivitäten zu planen.

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Im Ottakring steht bei den Vertretern beider Weltreligionen das Gemeinsame über dem Trennenden und ist ein prägnantes Beispiel wie positiv sich Wertschätzung auf ein aktives Nachbarschaftsleben auswirken kann.