Bosnier an der Spitze von Ford Österreich

INTERVIEW

Bosnier an der Spitze von Ford Österreich

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Bosnier-Ford Dzihic Hajdarevic 2
(FOTO: KOSMO)

Danijel Džihić ist schon seit drei Jahren Generaldirektor von Ford Österreich. Sein Landsmann Dario Hajdarević ist Geschäftsführer des Ford Verkaufssalons FordStore im 21. Bezirk. Beide sprachen mit KOSMO über den Aufstieg dieser Marke in Österreich.

Während Ford bei der Zahl der verkauften Neuwagen 2016 in Österreich den zweiten Platz hinter Volkswagen belegt hat, weiß in der breiteren Öffentlichkeit kaum jemand, dass hinter diesem Erfolg Männer aus unserer Gemeinschaft stehen. Vor allem ist es ein Verdienst von Danijel Džihić, dem Generaldirektor von Ford Österreich, der die Leitung des österreichischen Sitzes dieser amerikanischen Automarke vor drei Jahren übernommen hat. Aber außer dem Prijedorer Džihić, der als Flüchtlingskind nach Österreich kam und hier eine beeindruckende Karriere bei Ford gemacht hat, ist auch Dario Hajdarević, gebürtiger Sarajevoer und Direktor des Ford Verkaufssalons FordStore Brünner Straße im 21. Bezirk, an diesem Erfolg beteiligt.

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KOSMO: Sie sind beide als Flüchtlingskinder nach Österreich gekommen und arbeiten heute in leitenden Positionen bei Ford. Wie sind Sie an die oberste Spitze von Ford Österreich bzw. in die Leitung des größten europäischen Autohauses, des FordStore Brünner Straße, gekommen?

Džihić: Ich arbeite schon 15 Jahre für Ford, hier habe ich gleich nach dem Abschluss meines Studiums der Internationalen Wirtschaftsbeziehungen in Eisenstadt, wo ich aufgewachsen bin, Arbeit gefunden. Nach dem Studium habe ich in Köln, in der europäischen Zentrale von Ford, als Finanzanalytiker gearbeitet, dann war ich Produktmanager für Nutzfahrzeuge dieser Marke in Österreich. Drei Jahre habe ich in der Ford Motor Company in der Schweiz verbracht und war dort Marketingdirektor. Vor drei Jahren bot sich die Gelegenheit, die Stelle als Generaldirektor für Österreich zu übernehmen.
Hajdarević: Meine Geschichte ist etwas turbulenter. Nach dem Studium an der Maschinenbaufakultät in Sarajevo landete ich, als Anfang der Neunziger Jahre der Krieg ausbrach, als Tellerwäscher in Obergurgl, einem Tiroler Skiort. Danach arbeitete ich im Lebensmittelhandel. Aber ich war und blieb immer ein Autofan. In meinen Adern fließen 99 Prozent Benzin und ein Prozent Blut (lacht). Auch in die Maschinentechnische Fakultät hatte ich mich seinerzeit eingeschrieben, um in einer Autofabrik in Sarajevo zu arbeiten. In Innsbruck begann ich dann bei der Marke KIA, die damals in Österreich noch in den Kinderschuhen steckte, und zwar als Verkaufsleiter. Anschließend wechselte ich zu Volkswagen, und als ich nach Wien kam, begann ich, für die Firma Faber mit Zweirädern zu arbeiten. Dort war ich Importchef für Produkte der Marke Piaggio. Aber als sich mir die Chance bot, eine Führungsposition im FordStore Brünner Straße, dem größten Autohaus Europas, zu übernehmen habe ich nicht lange gezögert.

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„Ich habe als Tellerwäscher in einem Tiroler Skiort begonnen“, erinnert sich Hajdarević an seine Flüchtlingszeit.

Das vergangene Jahr war für Ford Österreich sehr erfolgreich. Wie sind die Ziele für dieses Jahr?
Džihić: Wenn man die Nutzfahrzeuge und PKWs betrachtet, lagen wir bei der Verkaufszahl von Neuwagen 2016 unter allen Marken auf dem zweiten Platz. Mit 6.758 Nutzfahrzeugen waren wir enorm erfolgreich. Im Segment der PKWs haben wir 18.848 neue Fords verkauft, was insgesamt 3.500 mehr sind als 2015. Im Segment der Fuhrparks haben wir unsere ohnehin sehr stabile Position weiter stärken können und unter unseren Klienten haben wir auch Großkunden wie die VOEST, Siemens oder Kapsch. Die Grundlagen des Erfolgs sind natürlich das vielseitige und innovative Angebot der Marke Ford, aber auch die hervorragende Arbeit der Händler. Für dieses Jahr wünschen wir uns natürlich weiteres Wachstum. Im ersten Quartal dieses Jahres haben wir 7.000 Fahrzeuge verkauft, was unsere Erwartungen übertrifft. Wie in den vergangenen Jahren gehen wir in kleinen Schritten voran und achten darauf, nicht einen einzigen Schritt zurückzugehen. Das ist das Wichtigste.

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