Die Fußballspieler mit dem größten humanitären Engagement

MILLIONEN EURO HILFE

Die Fußballspieler mit dem größten humanitären Engagement

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Humanitäre Kicker
(FOTOS: zVg.)

Dass im Fußball viel Geld bewegt wird, wissen auch diejenigen, die keine leidenschaftlichen Fans dieses Sports sind. Aber es stimmt auch, dass ein Teil der Fußballspieler seine Millionenverdienste für soziale und karitative Zwecke spendet.

Dass der kroatische Stürmer Mario Mandžukić als Spieler ein Riesentalent ist, steht außer Zweifel, vor allem, nachdem er in den Dressen weltbekannter Clubs wie Bayern, Atletico Madrid oder Juventus gefeiert wurde. Aber im vergangenen Monat zeigte er wieder einmal, dass er auch außerhalb des Fußballplatzes eine große Persönlichkeit ist: Obwohl er selbst nicht über alle humanitären Aktionen spricht, die er bisher unterstützt hat oder derzeit aktiv unterstützt, – und das waren im Laufe seiner Karriere sehr viele – so haben sich doch im letzten Monat die Feuerwehrleute, denen er Ausrüstung im Wert von 20.000 Euro gespendet hat, bei ihm bedankt.

Mario Madžukić hilft vor allem in seinem Heimatland, in dem er kürzlich professionelle Ausrüstung im Wert von 20.000 Euro an Freiwillige Feuerwehrverbände spendete. (FOTO: zVg.)

Die großzügige Spende des kroatischen Nationalspielers ging an zwei Feuerwehren der Gespanschaft Split-Dalmatien, an die Freiwilligen Feuerwehren in Supetar und in Podstrana. „Von Herzen danken wir Mario, dass er den Moment erkannt hat, in dem wir Hilfe brauchten, und dass er uns mit seiner Spende geholfen hat. Diese persönliche Feuerwehrausstattung, die er gespendet hat, ermöglicht uns einen effektiveren und sichereren Kampf gegen das Feuer und alle anderen Herausforderungen, die vor uns liegen“, sagte der Vorsitzende der Freiwilligen Feuerwehr Supetar, Nikica Maričić, bei dieser Gelegenheit, während alle Feuerwehrmänner kollektiv den kroatischen Dress mit der Nummer 17 trugen, der Nummer des slawonischen Stürmer-Asses.

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Die Pechsträhne des ÖFB-Kickers möchte auf einfach nicht abreißen. Arnautović verletzte sich in der 74. Spielminute, nachdem er kurz davor eine gelbe Karte kassierte.

Subotićs Stiftung
Aber Mandžukić ist nicht der einzige Fußballspieler, dessen Verdienst für den Otto-Normal-Verbraucher unvorstellbar ist, der aber aus diesen Einkünften verschiedene humanitäre Initiativen unterstützt. Einer der bekanntesten balkanischen Fußball-Wohltäter ist Neven Subotić, Verteidiger bei Borussia Dortmund, der derzeit das Interesse mehrerer englischer Clubs geweckt hat. Subotić widmet nämlich einen Großteil seiner Freizeit seiner eigenen Stiftung, die mit ihrer Arbeit Kindern und Erwachsenen in dem armen afrikanischen Staat Äthiopien hilft.

Neven Subotić, serbisch-stämmiger Verteidiger von Borussia Dortmund, bohrt in Äthiopien Brunnen, installiert Wasserpumpen und hilft beim Aufbau einer Infrastruktur in diesem armen afrikanischen Land. (FOTO: zVg.)

Neven selbst ist mehrmals nach Äthiopien gereist und hat dort Lebensmittelspenden an die Kinder ausgegeben, Brunnen bohren und Wasserpumpen installieren lassen. Subotić hat in den vergangenen Jahren unter anderem dafür gesorgt, dass die Bewohner bestimmter Orte Wasser bekommen und dieses nicht aus 10 Kilometern Entfernung holen müssen. Dass der humanitäre Fonds seine Lebensmission ist, betont Subotić nicht nur in Interviews, sondern zeigt es auch durch die Tatsache, dass er fast jede längere Fußballpause dazu nutzt, die Bewohner Äthiopiens zu besuchen. „Es gibt keine größere Befriedigung, als Menschen zu helfen, denen die wichtigsten Dinge zum Leben und für die Existenz fehlen“, sagte Subotić vor zwei Jahren, 2014, in einem Interview über sein humanitäres Engagement zu KOSMO.

Ronaldo, der größte Humanist
Dass Ruhm und Geld nicht den Charakter verderben müssen, sondern auch ein gutes Herz zu Tage fördern können, zeigt häufig auch das Beispiel des gefeierten portugiesischen Fußballers von Real Madrid Christiano Ronaldo. Der hat nicht nur eine Schwäche für die teuren Autos, die er fährt, sondern auch für Arme und Menschen mit existentiellen Problemen.

Der größte Humanist: Christiano Ronaldo hat nicht nur 2014 den Flutopfern auf dem Balkan mit 6,5 Millionen Euro geholfen, sondern auch 2015 den Opfern des Erdbebens in Nepal. (FOTO: zVg.)

So hat Ronaldo nicht nur den Opfern der Überflutungen 2014 in Bosnien-Herzegowina, Serbien und Kroatien mit 6,5 Millionen Euro geholfen, sondern er hat mehrmals hohe Geldsummen an die internationale Organisation „Save the Children“ gespendet. So half er im vergangenen Jahr syrischen Kindern und ihren Familien in den Kriegsgebieten und ermöglichte, dass viele Menschen Lebensmittel, Kleidung und medizinische Hilfe erhielten. Nach dem Erdbeben in Nepal 2015 spendete Ronaldo, wie im Jahr zuvor für die Flutopfer am Balkan, 7 Millionen Schweizer Franken an Familien, die ihren Besitz durch das Beben verloren hatten.

Beckham spendete fünf Monatslöhne von Paris St. Germain an notleidende Kinder. (FOTO: zVg.)

Aber auch Ronaldo ist keine Ausnahme: Der englische Star David Beckham öffnete ebenfalls mehrmals sein Herz für die Ärmsten, und als er seinen Vertrag mit Paris St. Germain unterzeichnete, spendete er seine gesamte Gage für fünf Monate an eine lokale Hilfsorganisation gegen Kinderarmut. Der deutsche Fußballer Mesut Özil krönte sein goldbringendes Abenteuer der Weltmeisterschaft in Brasilien 2014, indem er seine gesamte Prämie im Wert von 350.000 Euro für die Operation von 23 Kindern in den USA spendete. Auch danach setzte er sein Engagement für Kinder mit verschiedenen lebensbedrohlichen Krankheiten fort.

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Hilfe für das Vaterland
Dass Fußballspieler, die aus armen Ländern stammen, ihren Verdienst häufig dazu nutzen, Menschen in ihrer Heimat zu helfen, zeigt nicht nur das Engagement der größten balkanischen Humanisten Mario Mandžukić und Neven Subotić. Der ivorische Fußballspieler Didier Drogba errichtete in seinem Heimatland ein modernes Krankenhaus und spendete zu diesem Zweck 3 Millionen Euro.

Didier Drogba hat mit seinem Geld in seiner Heimat ein modernes Krankenhaus errichtet. (FOTO: zVg.)

Dass die Kicker häufig auch spontan helfen, zeigt am besten das Beispiel von Sulley Muntari, des ghanaischen Nationalspielers, der während der letzten Fußballweltmeisterschaft in Brasilien aus dem Hotel trat und Hände voller Geld als Hilfe unter die Bewohner einer dortigen Favela verteilte.

Sulley Muntari, ghanaischer Nationalspieler, ging während der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien auf die Straße und verteilte einen Teil seiner Gage mit vollen Händen unter die Bewohner der armen Favelas. (FOTO: zVg.)