Erster akademischer Studiengang „BABE+“ geht in die 2. Runde

KINDER IN WIEN

Erster akademischer Studiengang „BABE+“ geht in die 2. Runde

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Dr. Julian Löhe M.A., StS. a.d. Christine Marek, Monika Riha, Dr. Daniela Braun, Thomas-Peter Siegl, MBA. (FOTO: KIWI)

Im September 2017 geht BABE+, Österreichs derzeit einziger akademischer Studiengang für Elementarpädagogik, in die zweite Runde.

Zu diesem Anlass lud am 22. Februar 2017 die Geschäftsführung von KINDER IN WIEN, kurz KIWI, zu einem Pressegespräch, an dem Prof.in Dr.in Daniela Braun, Vizepräsidentin der Hochschule Koblenz, StS a. D. Christine Marek, Vorsitzende von Kinder in Wien, Dr. Julian Löhe M. A., Vertretungsprofessor der Hochschule Koblenz- Studiengangsleitung BABE+ und Monika Riha, Geschäftsführerin von Kinder in Wien sowie aktive BABE+-Studierende teilgenommen haben.

Vor ziemlich genau drei Jahren haben die Kooperationspartner KIWI und die Hochschule Koblenz BABE+ vorgestellt. Auf Grund der positiven Erfahrungen geht das Projekt mit einem weiteren Studiendurchgang in die zweite Runde. „Mit dem Studiengang BABE+ leistet KIWI Pionierarbeit, denn bis zum Start des Studiengangs im September 2014 gab es keine akademische Ausbildung für Elementarpädagogik in Österreich. Eine derartige Ausbildung steht für qualitativ hochwertige Bildungsarbeit. Der Erfolg des ersten Durchgangs von BABE+ gibt unserer Initiative zur Akademisierung der Elementarpädagogik Recht und ich freue mich, dass im September 2017 BABE+ mit einem weiteren Durchgang in die Verlängerung geht“, erklärt Christine Marek.

Dr. Julian Löhe M.A., StS. a.d. Christine Marek, Monika Riha, Dr. Daniela Braun, Thomas-Peter Siegl, MBA, Mag. Patricia Varga, Martin Hörmann, Manuela Kössler und Julia Kremsner. (FOTO: KIWI)

Der Studiengang BABE+ in Wien orientiert sich an dem in Koblenz seit 2011 etablierten Studiengang B.A. Bildung und Erziehung (dual). BABE+ ist der einzige akademische Studiengang für Elementarpädagogik, wo die Studentinnen und Studenten mit dem akademischen Grad „Bachelor“ abschließen. Die Erfahrung in Koblenz hat gezeigt, dass der Theorie-Praxis-Transfer hervorragend funktioniert und die Studierenden damit auf die Berufseinmündung nach dem Studium bestens vorbereitet sind. Das Konzept des Studiengangs beinhaltet, dass die Studierenden parallel zum Studium in einem Kindergarten im Umfang von etwa 20 – 25 Std/Woche beschäftigt sind. Der Bachelor-Abschluss wird vom Magistrat der Stadt Wien als qualifizierender Abschluss zur Arbeit im Kindergarten anerkannt. BABE+ wird vom Arbeitsmarktservice Wien unterstützt und gefördert.

BABE+ vereint Wissenschaft und pädagogische Praxis
Die ersten fünf Semester haben bestätigt, dass alle Beteiligten von BABE+ profitieren, wie Monika Riha erläutert: „Den Studierenden kommt eine akademisch fundierte und praxisbezogene Ausbildung zu Gute, die sie direkt in unseren Standorten anwenden können. Für KIWI ist der Wissenstransfer zwischen Studierenden und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an den Standorten ein sehr wertvoller Prozess, der die pädagogische Qualität noch weiter entwickelt.“ Innerhalb der österreichischen Bildungslandschaft ist BABE+ ein wichtiger Meilenstein, um die Elementarpädagogik auf eine akademische Ebene zu bringen.

Durch seinen dualen Aufbau verknüpft BABE+ die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse mit der praktischen pädagogischen Arbeit im Kindergarten. Die Studierenden sind mit BABE+ äußerst zufrieden, wie Dr. Julian Löhe ausführt: „Die ersten Zwischenergebnisse einer Evaluation des Studiengangs BABE+ zeigen, dass die Studierenden die Theorie-Praxis Verzahnung und die praxisnahe Lehre besonders schätzen. Weiterhin ergab sich, dass der Großteil der Studierenden auch nach dem Studium weiterhin im Kindergarten arbeiten will. Die Hochschule Koblenz freut sich, das Studienangebot nun mit einem zweiten Durchgang auszubauen und eine weitere Studierendengruppe gemeinsam mit KIWI auszubilden.“

Eine innovative europäische Kooperation
Der Studiengang BABE+ steht auch für neue Wege in der europäischen akademischen Kooperation, wie Prof.in Dr.in Daniela Braun, Vizepräsidentin der Hochschule Koblenz, ausführt: „Zwei innovative Partner haben sich zusammengefunden, um mit BABE+ ein derzeit in Europa einzigartiges und zukunftsweisendes Modell für grenzüberschreitende europäische Zusammenarbeit zu erschaffen. Wir freuen uns, dass wir als Hochschulleitung in KIWI einen kompetenten Partner gefunden haben, um diesen neuen Weg in Europa zu beschreiten.“

FOTO: KIWI

Bewerbungen für BABE+ bis 2. Mai 2017
Interessierte können sich bis 2. Mai 2017 für einen BABE+-Studienplatz ab September 2017 bewerben. Voraussetzung für die Bewerbung ist eine schulische Hochschulzugangsberechtigung nach dem Bologna-Prinzip. KIWI bietet zwei Informationsveranstaltungen zum neuen Durchgang von BABE+ an: am 22. März 2017 sowie am 20. April 2017 jeweils von 18 – 20 Uhr in der KIWI-Akademie, Wimbergergasse 30, 1070 Wien. Das Auswahlverfahren findet am 16. und 17. Mai 2017 statt, genaue Termine werden einzeln an die Kandidatinnen und Kandidaten vergeben. Nähere Informationen unter www.babeplus.at oder bei Sigrid Buhl (+43 1 526 70 07-32; s.buhl@kinderinwien.at).

KINDER IN WIEN
Kinder in Wien (KIWI) ist ein privater Trägerverein, der derzeit an 81 Standorten in Wien Kindergärten und Horte betreibt. Das Herzstück von KIWI war und ist die Qualitätsentwicklung und -sicherung sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung in der Pädagogik. Wir definieren Qualität durch überprüfbare Standards und gehen ideenreich neue Wege. KIWI hat derzeit rund 1.350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in 322 Kindergarten- und Hortgruppen rund 6.500 Kinder im Alter von einem Jahr bis zehn Jahren bilden und begleiten.