Goran Ilić – Der dreifache Friseurweltmeister vom Balkan!

FENIXIA

Goran Ilić – Der dreifache Friseurweltmeister vom Balkan!

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FOTO: zVg.

„Seit ich denken kann, wollte ich Maler oder Friseur werden“, erzählt uns Goran Ilić, der kreative Kopf von Fenixia . Der Friseurweltmeister stammt aus der serbischen Stadt Požarevac, wo er über dutzende Vernissagen veranstaltet hat, während er gleichzeitig mehrere Friseursalons eröffnete und ein begehrter Friseurcoach wurde.

Nach zahlreichen lokalen und nationalen Meisterschaften gewann Goran dreimal den Weltmeistertitel. Vor vier Jahren landete er in Wien – und blieb. Ende 2015 eröffnete der den Privatsalon Fenixia Vienna. In seinem Privat-Haarsalon in der Werdertorgasse in Wiens erstem Bezirk praktiziert der dreifache Friseurweltmeister seine seit über 20 Jahren weiterentwickelte, schonende Schnitt- und Haarfärbetechnik.

„In meinem Salon steht die perfekte individuelle Behandlung des Haars im Mittelpunkt – und dafür nehme ich mir für jede Kundin die Zeit, die erforderlich ist, um sie glücklich zu machen. Dazu gehört auch, dass wir trotz der Exklusivität auf faire Preise achten“, beschreibt Goran das Konzept seines Salons.

KOSMO: Als 1991 der Balkankonflikt begann, warst du mitten in der Ausbildung…
Goran Ilić:
Zu dieser Zeit war ich Lehrling. Während des Kosovo-Krieges, als die NATO Serbien bombardierte, wurde ich mobilisiert, und musste – wie alle Männer – einrücken.

Damals warst du aber schon selbstständig. Wie ist es dir gelungen, dein Geschäft durch den Krieg zu bekommen?
Der Salon war natürlich geschlossen, es machte ja auch keinen Sinn, ihn weiterhin geöffnet zu haben. Es gab nämlich keinen Strom und kein Wasser. An den Wochenenden fuhr ich nach Hause, und habe hinter verdunkelten Fenstern bei Kerzenlicht Haare geschnitten. Wegen des Bombardements war es verboten, nachts Licht zu machen, deshalb hatten wir alles mit Decken verhängt.

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Und nach dem Krieg konntest du wieder aufsperren?
Ja, es war alles noch da. Der Salon und die Kunden, die hatte ich mir ja in der Zeit des Krieges erhalten, und habe zu dieser Zeit auch wirklich gut verdient. Aber nach dem Krieg wurde es schlimmer und schlimmer. Es war einfach kein Geld mehr da.

Goran, du hast Wien als deine neue Heimat gewählt, weil …
…es in Serbien wirtschaftlich immer schwieriger wurde. Ich hatte einen Salon, einen Großhandel und eine Akademie. Aber es war nicht mehr lustig. Ich wollte weg, eigentlich nach Australien, aus privaten Gründen wurde es dann aber doch Österreich.

Was magst du an deiner neuen Heimat Wien?
Mein zuhause. Und Wien ist mein zuhause.

Hattest du in Österreich Startschwierigkeiten in puncto Selbstständigkeit?
Grundsätzlich nicht – selbstständig ist selbstständig. Ich habe in der Innung Wien alle Informationen eingeholt. Und da ich einen serbischen Meisterbrief besitze, musste ich lediglich eine offizielle Arbeitsprüfung ablegen.

FOTO: zVg.

Stichwort Privatsalon FENIXIA: erster Bezirk, im zweiten Stock, ohne Auslage und neu in der Stadt, Kundschaft auf Termin. Wie bist du zu deinen ersten Kunden gekommen?
Ich bin rausgegangen und habe in sämtlichen benachbarten Geschäften 20-Prozent-Gutscheine verteilt. So habe ich die Nachbarschaft kennen gelernt, und erste Kunden ak¬qui¬rie¬rt. Sehr lange lief alles nur über Mundpropaganda, später kam das Internet dazu, die Website, Facebook. Wir haben fast 4.500 Follower, werden allerdings aktiv durch Werbung auf Facebook unterstützt.

Der erste Bezirk ist für den Anfang doch recht mutig. Hattest du jemals Selbstzweifel?
Nein. (Lacht).

Du bist für die brasilianische Velaterapia-Methode bekannt, bei der man sich den Spliss abbrennen lässt. Was kann man sich darunter genau vorstellen?
Die Haare werden gewaschen und getrocknet. Danach kommt meine eigens entwickelte Maske für etwa 30 Minuten auf die Haare. Sobald diese komplett eingezogen ist, und die Haare trocken sind, werden sie gezwirbelt, und die überstehenden Härchen werden mit der Kerzenflamme verbrannt. Dadurch wird die Cuticulla geöffnet, und die Maske kann noch weiter in die Haare eindringen. Die Spitzen werden durch das Feuer verklebt, und die Feuchtigkeit bleibt im Haar, weshalb sie im Anschluss so schön glänzen.

In deiner Arbeit setzt du seit 16 Jahren auf die französische Marke Subtil. Was macht ihre Produkte so besonders?
Die Macher von Subtil sind in meinen Augen die absoluten Farbspezialisten. Man erzielt unglaublich kräftige Farben, die lange halten und das Beste daran ist, dass ich Weißblond ohne Probleme hinbekomme. Ich habe die Produkte in Serbien durch eine Kollegin kennengelernt und war auch im Akteursteam von Subtil.

Fenixia Vienna
Werdertorgasse 4 / 3, 1010 Wien
t: +43(0)1–535 06 18
f: +43(0)1–535 06 18
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