Haris Aščalić der bosnische Steve Jobs? (VIDEO)

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Haris Aščalić der bosnische Steve Jobs? (VIDEO)

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Haris Aščalić
Haris Aščalić und "Cadence" (FOTO: Al Jazeera Balkans)

Der 20-jährige Haris Aščalić gehört mit „Cadence“ zur Weltspitze. Das IT-Wunderkind zählt zu den großen Zukunftshoffnungen im Bereich der künstlichen Intelligenz.

Im zarten Alter von 18 Jahren begann Haris Aščalić aus Visoko (Bosnien-Herzegowina) sich für künstliche Intelligenz zu interessieren. Grund hierfür war ein Scifi-Film, welcher ihn dazu bewog, sich das Programmieren selbst anzueignen.

Das besondere an „artificial intelligence“-Programmen (zu Deutsch künstliche Intelligenz“) ist, dass diese Programme über ein eigenes Bewusstsein verfügen und selbstständig gewisse Tätigkeiten verrichten. Haris‘ Programm „Cadence“ ist eines der 10 bekanntesten und das erste bosnische AI-Programm, welches mit Menschen sprechen, Fragen beantworten und Telefonate bzw. E-Mailverkehr tätigen kann. „Cadence“ ist eine von vier virtuellen Assistentinnen weltweit und reiht sich neben Programme aus der Werkstatt von Weltfirmen, wie Microstofts „Crotane“, Apples „Siri“ und Googles „Google Now“ ein.

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Von Afrikaans bis Walisisch, von Japanisch bis hin zu Bosnisch – das Sprachgenie aus Bosnien, Muhamed Mešić, hat Tausende von Wörtern von über 73 Sprachen in seinem Kopf.

Cadence„Anfangs konnte Cadence nur auf banale Dinge, wie Fragen nach der Uhrzeit, dem Datum, der Außentemperatur und ähnliches beantwortet. Achtzig Prozent der Daten übernimmt das Programm aus dem Internet, um zum Beispiel Musik abzuspielen und Nachrichten zu durchsuchen. Der Rest der Datenbank besteht aus meinen eigenen Daten, welche ich persönlich eingebe und Cadence eine Persönlichkeit und menschliches Verhalten verleiht. Allerdings ist es unmöglich, alle Daten per Hand einzugeben, weshalb ich sie so programmiert habe, dass sie sich selbst weiterentwickelt und lernt. Somit entwickelt sie ein Bewusstsein.“, erklärte Haris sein Programm.

Kontakt zur Weltspitze
Auch wenn es für „Normalsterbliche“ schwer ist, zu Weltgrößen wie Mark Zuckerberg zu kommen, hat sich der junge Bosnier es nicht nehmen lassen, dem FB-Gründer eine Nachricht zu senden. Nach nur ein paar Stunden bekam Haris bereits eine Antwort: „Es ist bereit ein großer Erfolg, dass sich eine Größe, wie Mark Zuckerberg, ein paar Minuten seines Lebens Zeit für die Beantwortung meiner Nachricht nahm“, zeigte sich das Computergenie aus Visoko stolz. Die erste bosnische künstliche Intelligenze „Cadence“ wird nun in Zuckerbergs Forschungszentrum bearbeitet.

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Zukunftspläne
Der weitere Plan des jungen IT-Genies ist es, dass „Cadence“ für Windows-Benutzer, egal ob Stand-PC, Tablet oder Mobiltelefon, zugänglich zu machen. Ebenso möchte Haris weitere Funktionen einführen, welche nicht nur die Software sondern auch Hardware, wie das selbstständige Öffnen des CD-Laufwerks, ermöglichen.

Sein größter Traum ist es, für eine der führenden IT-Firmen der Welt zur arbeiten. Da er neben „Cadence“ noch an vielen weiteren Projekten arbeitet, möchte er keine Universität einschreiben und auch erstmals keinen Fixjob in Bosnien-Herzegowina annehmen.