Mikl-Leitner: „Arbeit muss sich letztendlich immer lohnen”

INTERVIEW

Mikl-Leitner: „Arbeit muss sich letztendlich immer lohnen”

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Mikl-Leitner Interview 2017
(FOTO: KOSMO/Radule Božinović)

Die Obfrau der niederösterreichischen Volkspartei und frisch angelobte Landesobfrau von Niederösterreich, Johanna Mikl-Leitner, über ihre neue Funktionen, NÖ als Land des Fleißes und der Tüchtigkeit, sowie ihre Forderung nach neuer Gerechtigkeit.

 

Sie wurden mit überragenden 98,5 Prozent zur neuen Landesparteichefin gewählt. Stecken hinter der großen Unterstützung hohe Erwartungen, welche zur Last werden können?

 

(FOTO: KOSMO/Radule Božinović)

Johanna Mikl-Leitner: Die Wahl zur Obfrau war ein sehr bewegender und emotionaler Moment für mich. Ich bin vom Landesparteitag in St. Pölten mit dem Gefühl nach Hause gegangen, von der Volkspartei Niederösterreich getragen zu werden. Das ist eine außerordentlich gute Startvorausetzung für die Zukunft und selbstverständlich ist dies auch mit einer großen Verantwortung verbunden, mit welcher ich sehr respektvoll umgehen werde. Gleichzeitig muss ich sagen, dass ich bisher keine beruoömfliche oder private Herausforderung als Last empfunden habe – denn wenn man Herausforderungen als Last empfindet, dann muss man sich nach einer kleineren umsehen.

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Neben bisherigen Sanktionen, wie dem Verlust der österreichischen Staatsbürgerschaft soll nun auch eine Geldstrafe von bis zu 5.000 Euro eingeführt werden.

Sie sind gleich mit zwei Positionen in die Fußstapfen der Polit-Legende Pröll getreten. Werden Sie seinen Kurs beibehalten und was planen Sie zu ändern?

(FOTO: KOSMO/Radule Božinović)

M.-L.: Erwin Pröll war 37 Jahre Mitglied der Landesregierung und davon fast 25 Jahre Landeshauptmann. Wir, die neue Generation, können dank seiner Arbeit auf das beste Niederösterreich aufbauen, dass es je gab. Zudem leben wir heute in einer Zeit mit vielen neuen Fragen und Herausforderungen, welche neue Antworten verlangen. Dies bedeutet, dass auch neue Wege eingeschlagen und gegangen werden müssen, wie dies auch bereits Pröll vor 25 Jahren tat. Acht von zehn Niederösterreichern sind stolz auf die Kulturpolitik, was ich als ganz klaren Auftrag verstehe. Zweitens ist der gesamte Kulturbereich eine Brücke zwischen Menschen verschiedenster Herkunft und stellt den Nährboden für jene Innovationen dar, welche wir in Zukunft brauchen.

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