Netlog, erbarme dich unser – Vom Voki bis zum “Fix Zehna”

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Netlog, erbarme dich unser – Vom Voki bis zum “Fix Zehna”

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FOTO: Screenshot/"netlog top 10 boys; Die 10 Hottesten girls und die 11 Hottesten boys aus netlog 2010"

Zur Feier des Tages möchte sich unsere Bloggerin Jelena dem Vorreiter von Facebook & Co. widmen, auf dem praktisch jeden Tag Fasching herrschte. Die Rede ist natürlich vom sozialen Netzwerk “Netlog”, das 2014 bedauerlicherweise seinen Betrieb einstellte…

Neulich stieß ich auf ein fast zehn Jahre altes Foto, auf dem ein damaliger Freund zu sehen war. Er trug neben einer bunten zu diesem Zeitpunkt unfassbar angesagten Ed Hardy-Kappe, auch ein neongrünes Schlüsselband der Marke Don Gil, die im Jahre 2011 in Konkurs ging. Ich erinnerte mich, dass dieses auffällige Accessoire zu dieser Zeit wegging wie warme Semmeln, was ich damals schon nie nachvollziehen konnte. Es wurde nämlich auf eine überaus merkwürdige Art und Weise getragen – nämlich nicht um den Hals, sondern um den Oberschenkel gewickelt. So “peppte” es als neongrüner Farbkleks jedes Outfit auf.

Solarium für 1 €/ Minute
Das einzige, das noch mehr strahlte, als die bunte Kopfbedeckung und das schicke Bein-Accessoire meines Kumpels war sein Teint. Damals war ein regelmäßiger Besuch in der Münzkaribik nämlich ein absolutes Muss und so brutzelte man mindestens zweimal die Woche in den günstigen Solarien der Fitnesskette “Fit Inn” für einen Euro pro Minute vor sich hin. Mich wundert es nach wie vor, dass bis heute nicht bereits 80 Prozent meiner Gleichaltrigen die Diagnose “Hautkrebs” erhalten haben.

LESEN SIE AUCH: “Mama, ich schlafe heute bei einer Freundin!”

  

Unsere Bloggerin Jelena hat mal wieder zugeschlagen…Diesmal geht es um die auferzwungene Heimlichtuerei, der sich viele junge Jugo-Paare aufgrund ihrer außerordentlich konservativen Erziehung ausgesetzt sehen…

 

Der “Voki”
Als ich genauer hinsehe, entdecke ich auf dem Foto etwas, das unter der gefälschten Ed Hardy-Kappe, die sich damals kaum ein Schüler im Original leisten konnte, hervor blitzt – nämlich sein “Voki”. Ja richtig, der beliebte Männerhaarschnitt aus den Achtzigern erfreute sich damals großer Beliebtheit. Was für die Ladies zu dieser Zeit längst Pflicht war, galt irgendwann auch für die Herren der Schöpfung, weshalb die besonders “stylishen” unter ihnen sogar zum Glätteisen griffen, um ihr Antlitz mit der richtigen Mähne zur Geltung zu bringen.

Die Geburt des “Duckface”
Weiter unten auf dem Bild springt mir dann erst auf den zweiten Blick das damalige Schuhwerk meines Kumpels ins Auge: Schneeweiße High-Top Sportschuhe, in die er seine Hosenbeine hineingesteckt hatte. Abgerundet wurde das Bild von seinem Kussmund und einem Blick in die Ferne, während er seine Finger in der Denkerpose positionierte und eines war mir sofort klar: Dieser Trend machte das heutige Duckface Mainstream.

Auf der nächsten Seite geht’s weiter mit “Fix Zehnern, Cro-Girls & den Krochan”

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