Waffen ja - Krankenversicherung nein
Die amerikanische Gesellschaft mutet schon seltsam an. Für einen durchschnittlichen Amerikaner ist es undenkbar, nicht über das Recht zu verfügen, dutzende Schusswaffen im Haus aufzubewahren. Eine Krankenversicherung wird jedoch als "kommunistisch" verschrien, obwohl diese in Europa zu den selbstverständlichen Dingen gehört und eine Errungenschaft der Demokratie und eines gesellschaftlichen Diskurses war.
Amerikanische PolizistInnen müssen jeden Tag fürchten, verletzt oder gar getötet zu werden. Jede Person könnte eine Waffe bei sich tragen und so das Leben eines jeden Beamten in Gefahr bringen. Dies beklagen schon seit Jahren tausende Staatsdiener, jedoch bleibt ihr Ruf ungehört. Viele Amerikaner geben als Grund für den Besitz einer Schusswaffe an, ihr Heim vor Einbrecherinnen verteidigen zu wollen. Jedoch geschieht es prozentual sehr häufig, dass eher eigene Familienmitglieder dabei zu Schaden kommen.
Die einflussreiche Waffenlobby kämpft erbittert gegen jeden Versuch an diesem Gesetz etwas zu verändern. Trotz wiederholter Bluttaten wie jüngster oder unzähliger anderer. In ihrem Zynismus gab sie in einer Presseerklärung zum Anschlag an, dass dies wohl nicht passiert wäre, wenn auch die Kinobesitzer Schusswaffen in den Kinosaal hätten mitbringen dürfen. Dies war dort ausdrücklich verboten.
Eine krude čußerung, die aber bei vielen Amerikanern auf Zuspruch trifft. Nicht jedoch die nach solidarisch getragener Gesundheitsvorsorge.
Waffen ja - Krankenversicherung Nein
Lucas Maximillian Schubert









