So motivieren Eltern ihre Kinder zur Zweisprachigkeit

ERZIEHUNG

So motivieren Eltern ihre Kinder zur Zweisprachigkeit

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Von entscheidender Bedeutung ist ein Umfeld, in dem Muttersprache eine wichtige Rolle spielt. (Foto: iStock)

Oft stehen Eltern, die ihre Kinder zweisprachig erziehen wollen, vor einem Problem: Der Nachwuchs weigert sich die Muttersprache zu sprechen und bevorzugt lieber Deutsch. Druck die Sprache der Eltern zu erlernen, sollte man jedoch nicht ausüben. 

Im Allgemeinen erlernen Kinder die Deutsche Sprache, aufgrund der sozialen Umgebung, den Medien usw., ohne große Probleme. Darüber hinaus wird die Umgebungssprache sowohl im Kindergarten als auch in der Schule gefördert. Doch die Präsenz der Muttersprache ist nicht selbstverständlich. Die Muttersprache zu erlernen ist daher mit Schwierigkeiten verbunden.

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Grundsätzlich gilt: Kinder sollten so wenig wie möglich vor dem Fernseher sitzen, da ihr Gehrin mit den Unmengen an audiovisuellen Reizen überfordert ist. Zunächst müssen sie die reale Umwelt mit allen Sinnen begreifen. Erst später ist Fernsehen für sie in gewissen Maßen als Unterhaltung geeignet.

 

Dies zeigt sich darin, dass Kinder verschiedene Phasen durchlaufen, in denen sie auf Deutsch antworten, obwohl sie in der Muttersprache angesprochen werden. Manchmal ganz bewusst. Eltern bekommen dann Sprüche zu hören wie: “Ich will deine komische Sprache nicht lernen”.  Diese Reaktionen können Frust und Unsicherheit auslösen.

  • Realistisch sein: Möchte man dem Kind nur die Grundlagen der Sprache vermitteln oder soll das Kind die Sprache perfekt erlernen? Die wenigsten zweisprachigen Menschen beherrschen beide Sprachen perfekt. Man sollte sich auf Anstrengungen, wenn das Kind eine Sprache, die nicht Sprache des Landes ist, einstellen.
  • Sprachmischungen: Der Spracherwerb des Kindes erfolgt nach bestimmten Entwicklungsprozessen. Auch die Geschwindigkeit oder die Erwerbsstufen. Oft kommt es zu Sprachmischungen bei Kindern die zweisprachig aufwachsen. Diese Entwicklungsphase ist normal.
  • Konsequent sein: Situationen die zur ungewollten Inkonsequenz führen, sollten genau analysiert werden. In welchen Situationen ist es wichtig, mit dem Kind die Umgebungssprache zu sprechen? Man sollte abwägen, wann es angebracht ist die eigene Muttersprache mit dem Kind zu sprechen, ohne für andere unhöflich zu sein.
  • Soziales Netzwerk: Wenn das Kind mit Personen die Nichtumgebungssprache sprechen kann, ergeben sich viele Möglichkeiten diese auch zum Einsatz zu bringen. Somit kann das Kind auch möglicherweise Einsehen, weshalb es diese Sprache lernen soll.
  • Fördern, fördern: Die deutsche Sprache wird ohnehin im Kindergarten oder in der Schule gefördert. Sie dominiert im Alltag. Als Elternteil kann kann man sich an zweisprachige Einrichtungen wenden, sich Beratung holen oder Kontakte verschaffen zum Austausch. Mehr Informationen erhält man sich auf zweisprachigkeit.net.