Warum Hühnerfleisch heute nicht mehr nach Huhn schmeckt!

ERNÄHRUNG

Warum Hühnerfleisch heute nicht mehr nach Huhn schmeckt!

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(FOTO: zVg.)

Eine kürzlich erschienene Untersuchung belegt, dass Huhn früher einen starken Eigengeschmack hatte und sehr teuer war. Heute sähe die Situation ganz anders aus.

Als das Hühnerfleisch immer mehr Menschen zugänglich gemacht wurde und die Zucht und großen Zügen begann, wäre auch gleichzeitig die Qualität des Fleischs stark zurückgegangen.

Wie die Wissenschaftler schreiben, waren 1923 noch 16 Wochen notwendig, um ein schlachtreifes Huhn mit einem Gewicht von rund einem Kilogramm zu zückten. Nur zehn Jahre später sank die benötigte Zeit um zwei Wochen.

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Kroatien und seine Nachbarländer sind über den Skandal mehr als erschüttert. Insgesamt 10 Fleischgroßhändler wurden überprüft und zahlreiche Mängel festgestellt.

Dieser Trend setzte sich über die kommenden Jahre fort. Heute, hätte Hühnerfleisch laut Experten seinen Geschmack fast gänzlich verloren, da die Qualität unter der massiven Steigerung der Quantität leiden musste.

Kanadische Forscher haben im Jahr 2005 Hühnerarten aus unterschiedlichen Jahrhunderten nachgezüchtet und das Ergebniss zeigt, dass die heutigen Hühnerarten bis zu vier Mal so schwer sind, wie noch 1957 – und dies bei gleicher Ernährung. Das durchschnittliche Gewicht eines Zuchthuhnes war im Jahr 2016 2,8 Kilogramm.
Die Wissenschaftler sehen in diesem großen Unterschied einen Beweis für Genmanipulation und bringen diese in Verbindung mit dem Trend „Huhn der Zukunft“, welcher 1948 begann.

Damals begannen Hühnerbauern in den USA Hühner so zu züchten, dass diese größer und schwerer sind und gleichzeitig schneller wachsen. Eines der Resultate dieser Züchtungen sei die Art Arbor Acre, eine Kreuzung, die als Grundlage für die heutigen Hühner für die Fleischerzeugung gilt.

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Gleichzeitig sorgte die Massenproduktion von Hühner dafür, dass diese oftmals in großen Hühnerfarmen gehalten werden, wo die Tiere unter nicht artgerechten Umständen gehalten werden. Ebenso werden diese dort überfüttert und durch die mangelnde Bewegung sehr schnell schlachtreif gemästet.

Auch wenn Hormone, Steroide und ähnliches in dieser Industrie verboten sind, so sei es laut den Wissenschaftlern ein offenes Geheimnis, dass Antibiotika eingesetzt werden, um die Tiere schnellstmöglich wachsen zu lassen.