Was Österreicher unter „gelungener Integration“ verstehen (GRAFIKEN)

ÖIF-STUDIE

Was Österreicher unter „gelungener Integration“ verstehen (GRAFIKEN)

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Gfg-Studie Was denkt Österreich
(FOTO: iStock/KOSMO)

Im Auftrag des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) befragte der Meinungsforscher von GfK Austria, Rudolf Bretschneider, 1.000 Österreicher ab dem 16. Lebensjahr.

Unter anderem wurden die Teilnehmer dazu befragt, welche Faktoren für eine gelungene Integration wichtig seien. Hier erreichten das Akzeptieren von in Österreich geltende Gesetze und gute Deutschkenntnisse fast 100 Prozent.

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Gestern ging das Internetportal, präsentiert von einer Gruppe von Experten, online. Ziel ist es, Lösungsansätze für eine „wirkungsvolle Integrationspolitik“ vorzustellen.

 

Die überwiegende Mehrheit, 9 von 10 Personen, gab zudem an, dass die in Österreich geltenden Werte sowie die Fähigkeit zur Selbsterhaltung ebenso zentral seien.

(FOTO: Screenshot/ÖIF/GfK)

Im Gegenzug dazu wurde auch gefragt, was die Befragten unter einer schlechten Integration verstehen. 90 Prozent verstehen darunter, dass die Vorschriften der eigenen Religion über staatliche Gesetze gestellt werden.

Ein bisschen weniger, insgesamt 80 Prozent, sehen in einer fehlenden Anpassung an Lebensgewohnheiten in Österreich, der Ablehnung der Gleichberechtigung von Männern und Frauen, sowie mangelnden Deutschkenntnissen Zeichen einer nicht erfolgreichen Integration.

Auf die Frage, wer die Verantwortung für Integration trage antworteten drei Viertel, dass in erster Linie der Zuwanderer selbst verantwortlich sei, während etwas mehr als die Hälfte auch angaben, die Verantwortung für Integration beim Staat zu sehen.

(FOTO: Screenshot/ÖIF/GfK)

Anhand der oben genannten Ergebnisse ist es nachvollziehbar, dass 9 von 10 Befragten ein ausreichendes Angebot an Deutschkursen und rasche Asylverfahren als wichtigste politische Maßnahmen für Integration sehen. 89 Prozent wiederum sprechen sich für Werte- und Orientierungskurse und Betreuung von jugendlichen Migranten in Schulen aus.

Vor allem die Gleichberechtigung von Mann und Frau, der Vorrang staatlicher Gesetze vor religiösen Geboten, sowie Informationen zu alltäglichen Grundlagen des Zusammenlebens wie Müllentsorgung oder Nachtruhe stellten für die Befragten die wichtigsten Themengebete dar, welchen Migranten vermittelt werden sollen.

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Ebenso zeigten die Studienergebnisse, das das Thema der Integration von Flüchtlingen und Migranten jenes ist, welches die Österreicher derzeit am meisten beschäftigt.

Die komplette Studie kann man unter folgendem Link einsehen: GfK-Studie zum Download