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ARBEITSZEITRECHNER

Arbeitszeit verstehen und berechnen: Tipps für Erwerbstätige

FOTO: Karolina Grabowska / Pixabay

Die Arbeitszeit von Arbeitnehmenden ist im Rahmen der Arbeitszeiterfassung zu dokumentieren. Dieser Grundsatz gilt für Betriebe innerhalb der Europäischen Union. Die Verantwortung tragen die Personalabteilungen. Allerdings kann es sich für Arbeitnehmende lohnen, die Einhaltung der Arbeitszeit selbst zu überprüfen.

Was versteht man unter einer normalen Arbeitszeit und wie viele Stunden pro Tag muss gearbeitet werden? Was sind Online-Arbeitszeitrechner und was unterscheidet Soll-Stunden von Ist-Stunden? Dieser Artikel liefert Antworten!

Was ist die normale Arbeitszeit?

36,4 Stunden pro Woche – diese Zahl gibt an, wie viele wöchentliche Arbeitsstunden Erwerbstätige im mitteleuropäischen Binnenstaat Österreich durchschnittlich leisten. Dabei weisen Deutschland und die Schweiz ähnliche Werte auf: Während man in Deutschland 34,8 Stunden pro Woche auf der Arbeit verbringt, ist in der Schweiz ein Mittelwert von 34,6 Stunden auszumachen. 

Unterschieden wird in dem Kontext zwischen Vollzeit-Erwerbstätigen und Teilzeit-Erwerbstätigen. Dabei gilt: Wer seine persönliche, tägliche Arbeitszeit berechnen möchte, realisiert dies bequem und einfach mit dem Arbeitszeitrechner.

Ist es normal, 8 Stunden pro Tag zu arbeiten?

Die Normalarbeitszeit beträgt in Österreich laut Gesetz 8 Arbeitsstunden pro Tag, was eine Gesamtstundenzahl von 40 Arbeitsstunden pro Woche ausmacht. Jedoch werden zunehmend verkürzte Arbeitszeiten von 38,5 Stunden pro Woche durch Kollektivverträge gewährt.

Doch auch hier greifen Ausnahmen: Wer etwa 9 Stunden pro Tag arbeitet, profitiert von einem kurzen Freitag und einem langen Wochenende. Zudem dürfen Arbeitnehmende, deren Arbeitgebende Gleitzeitmodelle vorsehen, mehr als 40 Stunden pro Woche arbeiten.

Eine tägliche Arbeitszeit von 8 Stunden ist also nicht in jedem Fall realisierbar. So können Überstunden angesammelt und im Anschluss durch Freizeit ausgeglichen werden – auch ein Lohnausgleich ist möglich.

Wie wird die Arbeitszeit berechnet?

Wer herausfinden möchte, wie hoch die individuelle tägliche Arbeitszeit ausfällt, wirft einen Blick in den Arbeitsvertrag. In der Regel finden sich hier jedoch ausschließlich Angaben zur monatlichen Arbeitszeit in Stunden sowie zur betrieblich vorgeschriebenen Arbeitszeit innerhalb eines festgelegten Zeitrahmens pro Tag (beispielsweise zwischen 8 und 18 Uhr).

Wie viele tägliche Arbeitsstunden müssen denn nun gearbeitet werden? Zunächst gilt festzuhalten, dass es sich entweder um eine 5-Tage-Woche oder eine 6-Tage-Woche handeln kann. Letztere umfasst auch die Samstagsarbeit.

Die tägliche Soll-Arbeitszeit kann zudem stark variieren und steht in Abhängigkeit zur Länge der Pause. Um die Arbeitszeit pro Tag zu berechnen, wird folgende Formel angewandt:

Wochenarbeitszeit laut Vertrag / Anzahl der wöchentlichen Arbeitstage

= Arbeitszeit pro Tag

Einfacher erfolgt die Arbeitszeitberechnung mit einem Arbeitszeitrechner. Auf diese Weise können Arbeitnehmende unabhängig vom Arbeitgebenden kontrollieren, ob sie die Soll-Arbeitszeit pro Woche erreichen oder gar überschreiten.

Online-Arbeitszeitrechner stehen in einigen Fällen kostenlos zur Verfügung und sind intuitiv zu bedienen. Dafür geben Interessierte die Anzahl ihrer wöchentlichen Arbeitstage, ihre Arbeitszeiten und ihre Pausenzeiten an.

Ist die Pause in einer 40-Stunden-Woche enthalten?

Die Pause ist nicht in der Soll-Arbeitszeit pro Tag enthalten. Sie ist demnach kein Bestandteil der 40-Stunden-Woche. Das bedeutet, dass ein Arbeitnehmer, der laut Arbeitsvertrag 8 bezahlte Arbeitsstunden pro Tag leisten soll und eine tägliche Pausenzeit von 60 Minuten einhält, insgesamt 9 Stunden auf der Arbeitsstätte verbringt.

Ist- und Soll-Stunden

Die Soll-Arbeitszeit umfasst die Anzahl an Arbeitsstunden pro Tag, die am Ende des Monats die im Arbeitsvertrag festgehaltene Monats-Arbeitszeit ergibt. Die Soll-Arbeitszeit richtet sich zudem nach den gesetzlichen Bestimmungen.

Bei Gleitzeitmodellen können Arbeitnehmende von der Soll-Arbeitszeit abweichen. Auf dem Arbeitszeitkonto werden dann die Plus- oder Minusstunden vermerkt. Diese können eigenverantwortlich ausgeglichen werden.

Die Ist-Stunden beziehen sich dagegen auf die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden des Arbeitnehmenden an einem Arbeitstag, die im Rahmen der Zeiterfassung festgehalten werden.

Fazit – Zeit sparen mit dem kostenlosen Online-Arbeitszeitrechner

Im Durchschnitt absolvieren Arbeitnehmende in Österreich 36,4 Arbeitsstunden pro Woche. In den Arbeitsverträgen ist in der Regel ausschließlich die monatliche Soll-Arbeitszeit angegeben. Um zu berechnen, wie viele Stunden pro Tag zu leisten sind, wird die vertraglich festgelegte monatliche Arbeitszeit durch die Arbeitstage dividiert. Das Ergebnis umfasst die vorgeschriebene Arbeitszeit pro Tag, exklusive Pause.

Mit einem kostenlosen Arbeitszeitrechner erfahren Interessierte mit wenigen Klicks, wie hoch die tägliche Arbeitszeit im Einzelfall ausfällt. Auf diese Weise können Arbeitnehmende gezielt kontrollieren, ob ihre Soll-Arbeitszeit von den tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden, der Ist-Arbeitszeit, abweicht.

Quelle: https://www.destatis.de/DE/Themen/Arbeit/Arbeitsmarkt/Qualitaet-Arbeit/Dimension-3/woechentliche-arbeitszeitl.html

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