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IN U-HAFT

Baby zu Tode geschüttelt: Balkan-Mutter beteuert Unschuld

Symbolbild (FOTOS: iStockphotos)

Ein erst zehn Monate altes Baby soll in Graz von seiner Mutter zu Tode geschüttelt worden sein. Die Obduktion bestätigte die Todesursache. Die Balkan-Mutter bleibt jedoch bei ihrer Version der Geschichte.

Das schreckliche Familiendrama in Graz ist nun eine Woche her: Eine 25-jährige, alleinerziehende Mutter steht in Verdacht am vergangenen Donnerstagnachmittag ihren erst zehn Monate alten Sohn so heftig geschüttelt haben, dass er sich schwere Hirnverletzungen zuzog und schließlich verstarb (KOSMO berichtete). Die verdächtigte Mutter bleibt jedoch bei ihrer Version, dass das Kind einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitten hätte.

Am Donnerstag vor genau einer Woche wurde das zehn Monate alte Baby einer Rumänin, die erst vor Kurzem aus Rumänien zu Verwandten nach Graz-Andritz gezogen war, ins LKH Graz eingeliefert. Die Ärzte stellten schwere Hirnverletzungen fest, an denen der kleine Bub schließlich nach ca. 24 Stunden Überlebenskampf verstarb.

Die rumänische Mutter machte bei der Einvernahme durch die Polizei jedoch widersprüchliche Angaben, behauptete, das Kind hätte einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitten. Dies wurde allerdings durch die Obduktion nicht bestätigt: Das Kind hatte ein großräumiges Hirnödem, das meist durch Schütteln verursacht wird – so das Gutachten.

Mutter bleibt bei ihrer Version
Doch die 25-Jährige leugnet auch weiterhin, ihr Baby geschüttelt zu haben und beteuert sogar ihre Unschuld: Sie hätte den zehn Monate alten Buben gefüttert, sei von ihm weggegangen und als sie zurückkam, sei es ihm schlecht gegangen.

Möglicherweise psychisch krank
Die Rumänin dürfte an einer psychischen Erkrankung leiden. Sie sei bereits zuvor in regelmäßigem Kontakt mit dem Grazer Jugendamt gestanden, so Hansjörg Bacher, Sprecher der Staatsanwaltschaft Graz. Es hätte aber keine Hinweise auf Gewalt am Kind gegeben. Nun sollen Gutachten eingeholt werden. Die U-Haft wurde am Dienstag verhängt.

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