Balkanhaus: Bewahrer einer kulinarischen Tradition

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Balkanhaus: Bewahrer einer kulinarischen Tradition

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FEIERN. Für Gruppen bis zu 40 Personen während der kalten Jahreszeit bietet das Balkanhaus am Praterstern Räumlichkeiten an. (FOTO: Amel Topčagić)

WIR EMPFEHLEN! Direkt vor dem Prater liegt im Grünen das Restaurant Balkanhaus, in dem die Besucher des Vergnügungsparks ihren Tag mit ausgezeichnetem Essen zu günstigen Preisen ausklingen lassen können.

Als Stevan Ćirković das Restaurant im August 2017 gemeinsam mit seiner Frau und seinem Sohn übernahm, entschloss er sich, ihm eine heimelige Atmosphäre und eine eigene Prägung zu geben. Auch seine Schwester Vera, eine Pensionistin mit viel Freizeit, unterstütze ihn darin und ihre Tochter Santina Romes-Kostic übernahm die Verwaltungsaufgaben und alles, was mit den gesetzlichen Vorschriften und den Medienbeziehungen zu tun hat. Alle Beschäftigten im Restaurant arbeiten, als wären sie in ihrem eigenen Haus, und die Gäste fühlen sich, als wären sie bei Freunden zu Besuch.

„Natürlich beruht alles auf einer internationalen Grundlage, denn wir sind für alle Gäste da, alle sind uns willkommen, und das spüren sie auch. Wir haben Stammgäste, die zumindest auf einen Kaffee und ein Getränk vorbeischauen, aber die meisten kommen, um unsere kulinarischen Spezialitäten zu genießen. Es gibt hier viele Pensionisten, die sich regelmäßig bei uns zum Mittagessen treffen. Der Preis passt zu ihrem Budget und sie schätzen auch die Freundlichkeit des Personals. Wir achten sehr auf Hygiene und auf die Qualität der Zutaten und das Essen wird jeden Tag frisch gekocht“, sagt Santina zu Beginn unseres Gesprächs.

Ein Feinschmecker-Buffet
Das Restaurant Balkanhaus ist täglich geöffnet und der Name weist klar auf die kulinarische Orientierung hin. Im Grunde gibt es hier Balkangerichte, ohne Fokus auf einen bestimmten Teil des Balkans, aber wer möchte, findet auch Wiener und internationale Spezialitäten auf der Karte. Es ist bekannt, dass die Österreicher die balkanische Küche lieben, aber aufgrund seiner Lage kommen oft auch Touristen aus der ganzen Welt in das Restaurant – und natürlich auch unsere Landsleute in erheblicher Zahl.

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ALL YOU CAN EAT: Die Gäste können zum unwahrscheinlich günstigen Preis von 8,90 Euro essen, was und so viel sie wollen. (FOTO: Amel Topčagić)

„Das Besondere am Restaurant Balkanhaus, was auch den Gourmets besonders gefällt, ist das reichhaltige Buffet, auf dem wir täglich zwischen 11 und 22 Uhr eine vielfältige Auswahl an Speisen auftischen: Suppe und mehrere gekochte Speisen: Bohneneintopf, Sarma, Gulasch, Letscho-Gemüse, als Beilagen Kartoffeln, Reis, Grillgemüse, aber auch verschiedene Arten von Fleisch, die auf dem Kohlengrill gebraten werden, von Čevapčići über Pljeskavica bis hin zu Schnitzel. Dazu werden natürlich verschiedene Salate servierte. Die Gäste können essen, was sie wollen und so viel sie wollen, und das alles zu dem unwahrscheinlich günstigen Preis von 8,90 Euro an Arbeitstagen und nur einem Euro mehr am Wochenende. Wichtig ist auch, dass Kinder nur die Hälfte zahlen. Für Menschen, die gerne hochwertige Gerichte essen und verschiedene Speisen probieren mögen, ist das wirklich ein fantastisches Angebot“, betont Santina und fügt hinzu, dass die Spezialitäten der internationalen Küche ebenso wie auch die verschiedenen Sorten an immer frischen Kuchen unabhängig vom Buffet bestellt werden.

Das Angebot „Eat to go“
Unweit des Restaurants Balkanhaus gibt es auch zwei Diskotheken, die im Sommer beliebte Treffpunkte junger Menschen sind und nicht nur von Wienern, sondern auch von Touristen besucht werden. Für ihre Gäste gibt es ein besonderes Angebot, nämlich den Straßenverkauf.

„Nicht nur für die Discogänger, sondern auch für Passanten, die keine Zeit haben, sich in das Restaurant zu setzen, haben wir ein vielfältiges Speisenangebot zusammengestellt. An den Tagen, an denen in diesem Stadtteil am meisten los ist, und das ist normalerweise von Donnerstag bis Samstag, können diejenigen, die ihren Hunger im Gehen stillen wollen, ab dem Nachmittag die ganze Nacht hindurch Kebab, Pizza, Langosch, Würste und Burek kaufen“, erklärt unsere Gesprächspartnerin.

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Santina: „Unser großer Wunsch ist es, möglichst gute Werbung für die kulinarische Tradition des Balkans zu machen.“ (FOTO: Amel Topčagić)

Zum Restaurant gehört auch eine schöne Terrasse, die im Sommer immer voll ist. Aber das eingespielte Serviceteam schafft es, die Gäste schnell und mit einem Lächeln zu bedienen. Darum wird das Restaurant auch von allen weiterempfohlen. Und das ist, wie Santina erklärt, ihre beste Reklame. „Unser Angebot an Speisen und Getränken und auch unsere Preise haben sich in der Stadt schnell herumgesprochen. An Gruppen bis zu 40 Personen vermieten wir unser Restaurant in den kalten Monaten auch für verschiedene Feiern. Den Preis gestalten wir nach Vereinbarung, abhängig von den individuellen Wünschen, aber wir bemühen uns, nicht zu teuer zu sein. Unser großer Wunsch ist es, möglichst gute Werbung für die kulinarische Tradition des Balkans zu machen. Unsere Landsleute lindern mit dem Essen, das sie an ihre Wurzeln erinnert, ihr Heimweh, und alle anderen erhalten die Gelegenheit, das Beste aus unserer Küche kennenzulernen“, unterstreicht die junge Dame, während die Journalistin des KOSMO-Magazins ihr Heimweh mit einer perfekten Sarma lindert.

Auch das kam vor…
Am Ende unseres Gesprächs fragen wir Santina, ob es auch Zwischenfälle gab, dass Gäste Essen gestohlen haben.
„Natürlich gab es zu Beginn auch Zwischenfälle. Einmal war eine Frau im Restaurant, die alle paar Minuten zum Buffet ging und ihren Teller auffüllte. Der Kellner wunderte sich, dass jemand so schnell so eine enorme Menge essen konnte, und schaute darum genauer hin.

Er war verblüfft, als er sah, dass sie alles in ein Plastiksackerl füllte, das unter ihrem Tisch stand. Es gibt auch Menschen, die ihren Hunger überschätzen und zu viel Essen nehmen, das dann auf dem Teller bleibt und weggeworfen wird. Natürlich wollen wir den Appetit der Gäste nicht einschränken, aber wir meinen, dass die Hausordnung und unsere Gastfreundschaft respektiert werden müssen. Zum Glück hat sich das alles geklärt und solche Dinge passieren nicht mehr.

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Alle, die ihren Hunger im Gehen stillen wollen, können Kebab, Pizza, Langosch, Würste und Burek kaufen. (FOTO: Amel Topčagić)

Kontakt:

  • Balkanhaus am Praterstern
  • In der Unterführung
  • U1 – Ausgang Prater