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CORONA-VAKZINE

„Bereits 4.200 Fälle“ von Ausschlag nach Booster-Impfung

(FOTOS: iStockphotos)

Immer mehr Menschen klagen nach ihrer Booster-Impfung gegen das Coronavirus plötzlich über heftige Ausschläge. Laut einer Expertin soll es bereits 4.200 solcher Fälle geben.

Extreme Hautreizungen, starke Ausschläge und Pusteln am ganzen Körper – von diesen Symptomen berichten immer mehr Patienten nach ihrer Booster-Impfung. Diese Personen leiden plötzlich an einer Urtikaria, der Nesselsucht, wie Silvie Gross, Vorsitzende vom Urtikaria-Verband in Österreich bestätigt. Diese Hauterkrankung ist zwar nicht ansteckend, kann jedoch viele verschieden Formen annehmen, die den Betroffenen das Leben erschweren. Laut Gross gäbe es bereits 4.200 solcher Fälle von starken Hautausschlägen und Allergien, die nach der Booster-Impfung aufgetreten sind.

Gross erzählt gegenüber der „Heute“: „Bei uns melden sich seit dem Frühjahr 2021 Patienten, die seit Monaten an Nesselsucht oder auftretenden Schwellungen und anderen Krankheiten wie zb. Long Covid leiden.“ Dabei würden die Betroffenen laut der Verbandsvorsitzenden unter anderem aus Deutschland, den USA, Österreich, der Schweiz oder Frankreich kommen: „Es melden sich viele Menschen, die in Bezug auf die Impfung verunsichert sind, insbesondere all jene, die davor schwere Schübe hatten oder auf eine der Impfungen reagiert haben und befürchten, dass sich ihr Zustand weiter verschlimmert.“

Und davon gibt es auch in Österreich bereits einige Fälle: Etwa den von Michel B. (23), der Anfang Jänner seinen Booster erhalten hat. Kurz darauf bekam er am ganzen Körper so starken Juckreiz, dass er zum Arzt musste. Dort wurden ihm Medikamente verschrieben, die aber nicht wirkten: „Die Ärzte sprachen von einer Nesselsucht und nahmen meine Bedenken nicht ernst, dass der Booster der Auslöser war.“

Eine Wienerin hätte laut Silvie Gross ähnliche Erfahrungen gemacht: Die Patientin habe eine bestimmte Form von Urtikaria entwickelt, eine Wassernesselsucht. Sie „kann sich nun nicht mehr waschen, ohne am ganzen Körper eine Nesselsucht zu entwickeln. Wenn die Frau Kontakt mit Wasser hat, bilden sich auf der ganzen Haut Quaddeln, die wie Feuer brennen oder massiv jucken“, erzählt Gross gegenüber der „Heute“.

Für eine Krankenschwester aus Wien, die bereits vorher einmal unter einer Urtikaria litt, verschlechterte sich laut Gross der Gesundheitszustand nach der Impfung drastisch: „Nach der ersten Impfung hat sie trotz Vorbehandlung mit Antihistaminika und Kortison eine halbe Stunde später einen anaphylaktische Schock erlitten und wurde ins Spital eingeliefert.“

Dennoch hätte die Patientin einige Wochen später auch die zweite Dosis erhalten. Gross: „Das verstehe ich nicht. In besonderen Fällen haben Ärzte den Patienten von einer weiteren Impfung abgeraten.“

Danach hätte sich der Gesundheitszustand der betroffenen 42-Jährigen immer weiter verschlechtert, bis sie ihren Job als Krankenschwester aufgeben musste. „Sie ist seit 6 Monaten im Krankenstand, bettlägerig und braucht Hilfe aus dem familiären Umfeld, um den Alltag bewältigen zu können. Zudem würde sie eine Therapie brauchen. Die kostet aber 12.500 Euro.“

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