Mit einem wütenden Ausbruch gegen das Wall Street Journal sorgt Donald Trump für Aufsehen – kurz bevor er europäische Spitzenpolitiker im Weißen Haus empfängt.
Kurz vor seinem Treffen mit europäischen Staats- und Regierungschefs im Oval Office hat Donald Trump mit scharfer Kritik am „Wall Street Journal“ für Aufsehen gesorgt. Über seine Plattform Truth Social reagierte der US-Präsident verärgert auf einen Artikel der Wirtschaftszeitung, in dem ihm vorgeworfen wurde, für den russischen Präsidenten Wladimir Putin „den roten Teppich ausgerollt“ zu haben.
Die Spannungen zwischen Trump und der Murdoch-Mediengruppe haben sich zuletzt verschärft. Erst im Juli reichte der Präsident eine Klage über mindestens zehn Milliarden Dollar gegen Rupert Murdoch und das Wall Street Journal ein. Hintergrund war ein Artikel der Zeitung, der behauptet hatte, Trump habe dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein eine anzügliche Geburtstagskarte geschickt – eine Darstellung, die Trump vehement als „Fake News“ zurückwies.
In seinem Beitrag auf Truth Social verteidigte Trump seine außenpolitischen Erfolge mit Nachdruck. „Ich habe sechs Kriege in sechs Monaten beendet, einer davon beinahe eine nukleare Katastrophe“, und trotzdem muss ich das Wall Street Journal und viele andere, die wirklich keine Ahnung haben, lesen und anhören, wie sie mir erzählen, was ich beim Russland/Ukraine-CHAOS alles falsch mache – das ist der Krieg von Sleepy Joe Biden, nicht meiner“, schrieb der Präsident.
Diese Behauptung über die „sechs beendeten Kriege“ wurde bislang von keinem der führenden US- oder internationalen Nachrichtenmedien unabhängig bestätigt oder mit konkreten Beispielen belegt. Trump wiederholt diese Aussage zwar regelmäßig in öffentlichen Statements, jedoch ohne detaillierte Auflistung der angeblich beendeten Konflikte.
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Trumps Verteidigung
Trump setzte seine Verteidigung fort und betonte seine Absicht, den Konflikt zu beenden statt ihn fortzuführen. „Ich bin nur hier, um ihn zu beenden, nicht um ihn weiterzuführen. Es wäre NIEMALS passiert, wenn ich Präsident gewesen wäre.“ Ich weiß genau, was ich tue, und ich brauche nicht den Rat von Leuten, die seit Jahren an all diesen Konflikten arbeiten und es nie geschafft haben, sie zu stoppen.
Scharfe Worte
Seinen Post schloss der US-Präsident mit einer deutlichen Abgrenzung von seinen Kritikern: „Das sind ‚DUMME‘ Leute, ohne gesunden Menschenverstand, Intelligenz oder Verständnis, und sie machen die aktuelle Russland-Katastrophe nur noch schwieriger zu LÖSEN. Trotz all meiner schwachen und sehr neidischen Kritiker werde ich es schaffen – ich tue es immer!!!“
Der Ausbruch erfolgte nur wenige Stunden vor dem geplanten historischen Gipfeltreffen mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj und führenden EU-Vertretern in Washington.
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