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ENDEMISCHE PHASE

Corona-Ende noch 2022? Forscher gibt vorsichtige Prognose

(FOTO: Screenshot/ORFTVthek,12.02.2022)

Gestern gab Simulationsforscher Nikolas Popper ein Interview für die ZIB2. Er gab vorsichtige Prognosen für den weiteren Verlauf der Corona-Pandemie ab.

Zu Beginn gab es jedoch weniger erfreuliche Nachrichten. Die Neuinfektionszahlen würden laut Hochrechnungen Ende der Woche alle bisherigen Rekorde in Österreich brechen. Dies werde sich auch in den Tagen darauf fortsetzen. Ob man so hohe Zahlen wie in Israel (40.000 und mehr tägliche Neuinfektionen) hänge von der Teststrategie und dem rechtzeitigen Reagieren mit Maßnahmen ab.

„Impfung schützt nicht ganz so stark, wie wir uns das wünschen“
Die bisherige Annahme, dass Omikron-Infizierte seltener eine intensivmedizinische Betreuung benötigen, bestätigte Popper. „Das heißt auch, dass bei gleich hohen Infektionszahlen deutlich weniger Intensivbetten gebraucht werden, weil bei Omikron-Infektionen seltener Beatmungsgeräte nötig sind.“ Ob man deswegen auch höhere Neuinfektionszahlen in Kauf nehmen könne, ließ Popper noch offen. „Hier ist uns die Evidenz noch nicht sicher genug.“

ZIB-Anchorman Armin Wolf fragte auch zu den Berichten, dass sich geboosterte Personen trotzdem mit Omikron infizieren. Popper antwortete darauf, dass die Dreifachimpfung „nach wie vor kein hundertprozentiger Schutz“ sei. „Sie schützt zwar gegen die Infektion – wenn auch nicht ganz so stark, wie wir uns das wünschen würden – aber vor allem schützt die dritte Impfung klar vor schweren Erkrankungen“, fügte er hinzu.

Im Herbst alles vorbei?
Einschätzungen des Experten zufolge, hatten rund 90 Prozent der österreichischen Bevölkerung in der Vergangenheit bereits mit dem Virus oder Impfung Kontakt. Die führe in weiterer Folge dazu, dass es immer wieder Teilerfolge bei der Immunisierung geben werde, „, sodass wir hoffentlich im Herbst endlich in die endemische Phase eintreten.“ Dies würde bedeuten, dass da Coronavirus auch weiterhin innerhalb der Bevölkerung kursieren wird, jedoch keine groben Maßnahmen zur Bekämpfung bzw. Eindämmung der Verbreitung unternommen werden müssen.

Quellen & Links:

  1. ORFTVthek: ZIB 2 (11.01.2022)

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