Start Unterhaltung Lifestyle Das Gesetz der Anziehung: Nur Aberglaube oder steckt mehr dahinter?
PSYCHOLOGIE

Das Gesetz der Anziehung: Nur Aberglaube oder steckt mehr dahinter?

(FOTO: Unsplash)

Über das Gesetz der Anziehung wurde in den letzten Jahren viel debattiert. Seitdem das Buch „The Secret – Das Geheimnis“ auf dem Markt erschienen ist, hat sich dazu sogar eine regelrechte Bewegung entwickelt, die bis heute die Macht der Gedanken predigt. Während viele Menschen auf ihre Erfolge mit dem Resonanzgesetz schwören, halten andere die Philosophie für völligen Humbug. Aber was steckt wirklich dahinter?

So soll es funktionieren
Das Gesetz der Anziehung wird in verschiedenen Büchern bis ins Detail erklärt. Allerdings kann man das Prinzip auch in wenigen Worten zusammenfassen. Im Grundlegenden basiert es nämlich einfach auf der Annahme, dass wir Menschen das zurückbekommen, was wir aussenden. Wer also positive Schwingungen aussendet, erhält diese auch von seiner Umgebung wieder. So weit so gut. Allerdings hört der Glaube hier noch nicht auf. Viele Menschen, die das Gesetz der Anziehung regelmäßig anwenden, schwören darauf, dass sie sich ihre Ziele einfach nur erträumen müssen. Aber ist es wirklich so einfach? Reicht schon der Gedanke an den beruflichen Erfolg aus, um die gewünschte Beförderung zu erhalten? Kann man sich sein Traumhaus einfach herbeisehnen? Ganz so simpel scheint es doch wieder nicht zu sein. Viel mehr geht es darum, dass die innere Einstellung stimmen muss, um die notwendigen Taten in die richtige Richtung zu setzen.

Vertrauen in das Resultat
Eine interessante Metapher verdeutlicht das Phänomen: Wer in einem Arbeitsverhältnis angestellt ist, erhält immer am Ende des Monats seinen Lohn. Bereits zu Beginn des Monats vertraut der Angestellte darauf, dass er nach 30 Tagen sein Gehalt ausgezahlt bekommen wird. Mit dieser Einstellung arbeitet er das gesamte Monat daraufhin, ohne eine echte Garantie zu haben. Wie erwartet befindet sich am Monatsende das erwartete Geld auf dem Konto. Ähnlich erklärt sich auch das Gesetz der Anziehung. Wer z. B. beschließt, innerhalb des nächsten Jahres eine neue Liebesbeziehung einzugehen und seinen Wunsch an das Universum schickt, hat bereits den wichtigsten Schritt erfüllt: Die Veränderung der eigenen Einstellung. Das Gesetz der Anziehung hilft nun dabei, dass der Wunsch in Erfüllung geht. Die Person, die nun fest daran glaubt, ihren neuen Partner zu finden, sendet ihrer Umfeld das Signal aus, auf der Suche zu sein. Außerdem wird die Person mehr Schritte tätigen, um den Wunsch Wirklichkeit werden zu lassen, sei es, sich bei einer Dating-App anzumelden oder generell mehr zu flirten. Garantiert ist dadurch zwar nichts, die Chancen steigen allerdings maßgeblich.

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„The Secret“ & Co.: Aberglaube?
Das Gesetz der Anziehung ist ein Prinzip, dass es schon lange gibt und auch in den Naturwissenschaften Anwendung findet. Die Autorin von dem Bestseller „The Secret – Das Geheimnis“ hat diese Theorie also nicht selbst erfunden, sondern nur neu gedeutet. In ihren Worten wird das relativ simple Prinzip allerdings zu purer Magie und Aberglauben, wofür es bereits jede Menge Kritik rieselte. Laut Rhonda Byrne geht es dabei nämlich nicht nur um die richtige Einstellung, sondern um den festen Glauben an eine höhere Macht. Hier steigen bereits viele Leser aus. Glaubt man der Autorin, so geht absolut jeder Wunsch in Erfüllung, wenn man nur fest genug an ihn glaubt. So soll man sich laut dem Buch sogar eine ganz spezifische Feder vor seiner Haustür wünschen können und sie wird wie durch Zauberhand erscheinen. Wem das nicht gelingt, der hat einfach nicht genug daran geglaubt. Hierbei handelt es sich ganz klar um Aberglauben. Darunter versteht man den Glauben an übernatürliche Kräfte, an Pech und Glück, sowie an gewisse Rituale, die oftmals aus dem Volksbrauchtum stammen. Einige Aberglauben sind weit verbreitet, z. B. das Klopfen auf Holz, wenn man ein zukünftiges Ereignis nicht durch eine positive oder negative Prognose beeinflussen möchte. Man spricht dabei häufig davon, etwas zu „verschreien“. Auch die Hoffnung auf einen Glückstreffer im Spiel basiert oftmals auf Aberglauben. So spielen viele Menschen ihre Glückszahlen im Lotto oder setzen auf den Geburtstag des Ehepartners. Im Casino hoffen die meisten Menschen auf das große Glück. Am 7. und 13. des Monats haben die Spielbanken und Online Casinos besonders viele Besucher, denn an diesen Tagen soll man besonders viel Erfolg bei Tischspielen wie Blackjack online oder offline haben. Oftmals bieten die Etablissements an diesen Tagen besondere Deals für Spieler an und verschenken Jetons oder Freispiele. Dass die positive Einstellung nichts an den Karten oder den Walzen des Slots verändert, ist natürlich klar. Trotzdem kann der Spielspaß erhöht werden, wenn Spieler bei jedem Sieg das Gefühl haben, eine wahre Glückssträhne zu erleben.

Das Gesetz der Anziehung ist wesentlich simpler, als es von vielen Menschen dargestellt wird. Richtet man seine Einstellung auf einen gewissen Punkt aus, so steigt die Wahrscheinlichkeit, dass man genügend Motivation und Mühe in sein Ziel steckt, um es tatsächlich zu erreichen. Dabei geht es allerdings nicht darum, sich einfach nur etwas zu wünschen und dann nichts dafür tun zu müssen, so viel steht fest!