Start NEWS CHRONIK Gift-Torte: Mit diesen Medikamenten betäubte der Psychiater seine Kollegen
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Gift-Torte: Mit diesen Medikamenten betäubte der Psychiater seine Kollegen

(FOTO: Wikimedia Commons/Bwag, KOSMO)

Die österreichische Polizei verhaftete einen Arzt serbischer Herkunft, da er unter dem dringenden Verdacht steht, seine Kollegen mit einer Gift-Torte betäubt zu haben.

Der Wiener Arzt arbeitete sowohl im Allgemeinen Krankenhaus Wien als auch als psychiatrischer Facharzt in einem niederösterreichischen Gefängnis, wo sich das Verbrechen zugetragen hat. Mehreren seiner Kollegen wurde nach dem Verzehr der Gift-Torte schlecht und ein Opfer musste sogar ins Spital gebracht werden. (KOSMO berichtete)

Rache oder nicht erwiderte Liebe als Motiv?
Wie die Tageszeitung „Heute“ berichtet, besteht der Verdacht, dass der Mediziner aus Rache oder nicht erwiderter Liebe gehandelt hat.

Nachdem die Ermittlungen zum Arzt mit serbischen Wurzeln geführt haben, wurde ein Haftbefehl gegen ihn ausgestellt. Die Verhaftung dauerte länger als gedacht, da er untergetaucht war.

Toxikologische Untersuchungen
Nachdem sich der Gesundheitszustand der Kollegen verschlechterten, dachte man zuerst an eine Infektion mit dem Coronavirus. Die Tests waren jedoch negativ und eine toxikologische Untersuchung zeigte laut serbischen Medien, dass sie mit den Medikamenten Truxal und Benzodiazepinen betäubt wurden.

Truxal ist rezeptpflichtig, enthält den Wirkstoff Chlorprothixen und gehört zu den so genannten Neuroleptika. Das Medikament wird dazu verwendet, psychische Krankheiten zu behandeln. Ebenso wirkt es in geringer Dosierung leicht stimmungsaufhellend, beruhigend und löst Angstzustände, sowie innere Anspannung.

Bei Benzodiazepinen handelt es sich um Schlaf- oder Beruhigungsmittel, die ebenso verschreibungspflichtig sind. Sie haben vor allem eine angstlindernde und beruhigende Wirkung.

Gegen den Arzt laufen Ermittlungen wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung und Sachbeschädigung. Derzeit befindet er sich in der Justizanstalt Korneuburg in Untersuchungshaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.