Start NEWS Gogi boxt nun für Serbien: “Der Österreichische Boxverband hat mich im Stich...
WECHSEL

Gogi boxt nun für Serbien: “Der Österreichische Boxverband hat mich im Stich gelassen”

Gogi-Knezevic-Interview
(FOTO: KOSMO)

Der bekannte Profiboxer Gojko „Gogi“ Knežević (39) wird ab nun nicht mehr unter österreichischer Lizenz kämpfen.

“Ich boxe ab jetzt unter serbischer Lizenz”, gab Gogi diese Woche bekannt und sorgte damit für eine große Überraschung. Der mehrfache österreichische Meister und Weltmeister, sowie erster österreichische Träger eines WBC-Titels, begründet seine Entscheidung vor allem mit dem Verhalten des österreichischen Boxerbandes gegenüber ihm.

“Nie unterstützt”
“Ich bin vielen in Österreich dankbar und habe hier viel Unterstützung von Firmen, Sponsoren, Politik und Gesellschaft erfahren. Leider trifft das aber nicht auf den Boxverband zu. Man wollte mir mehrmals Steine in den Weg legen. Im Gegenteil, man wollte mir auch bei meiner Beschwerde bezüglich meinem letzten internationalen Kampf in Hamburg nicht unterstützen. Der Boxverband hat mich nie unterstützt”, so der vom Verband enttäuschte Knežević.

“Nader hat keine Ehre”
Ebenso enttäuscht ist Gogi darüber, dass “Marcos Nader sich nicht an die Rückkampf-Klausel hält” und ihm nicht, wie vertraglich vorgesehen, eine Revanche angeboten hat. “Auch da hat mich der Verband im Stich gelassen. Normalerweise greift bei solchen Sachen wie Vertragsbruch der Verband ein, aber es wundert mich nicht”, so Gogi. “Ich hatte extreme Probleme mit den Augen vor dem letzten Kampf mit Nader. Trotzdem wollte ich nicht die Fans und Medien enttäuschen und hatte neben dem Vertrag selbst auch das mündliche Versprechen von Daniel Nader, dem Bruder vom Marcos, dass es fix einen Rückkampf geben wird. Dass man sich nicht daran hält, ist einfach ehrenlos”, so der Österreicher mit serbischen Wurzeln.

“Österreichische Fahne bleibt”
Obwohl er in Zukunft nicht mehr unter einer österreichischen Lizenz boxen wird, plant Knezevic weiterhin, zumindest mit der Nationalflagge Österreichs in den Ring zu steigen. “Ich habe hier alles erreicht und hier viele Freunde. Aus Wertschätzung gegenüber ihnen werde ich weiterhin mit der rot-weiß-roten Flagge in den Ring steigen”, so der Boxer abschließend.