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Illusionskünstler und Zaubershows – Ist die magische Unterhaltung noch in?

FOTO: pixabay

Zauberer, magische Kreaturen, knifflige Tricks und optische Illusionen – wir lieben sie, nicht wahr? Um die Jahrhundertwende war der Name David Copperfield jedem ein Begriff. Große Zauberkünstler zogen die Massen an und brachten Zuseher ins Staunen.

Heute werden viele Tricks im Internet preisgegeben und der Wow-Effekt hat nachgelassen. Illusionisten des 21. Jahrhunderts trauen sich daher waghalsige Stunts zu, um ihre Fans am Ball zu halten. Doch hat Magie noch eine Chance in der schnelllebigen Welt der Unterhaltungsformate oder ist eine aussterbende Kunstform?

Die Liebe zur Magie
Unsere Faszination mit magischen Thematiken ist noch lange nicht vorbei. Wir lieben magische Figuren in Filmen wie „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ aus dem Jahre 2016 oder „Maleficent – Die dunkle Fee“ von 2014 und suchen vor allem bei Games nach Charakteren mit Superkräften. Von der „Witcher“-Reihe, in der Spieler den Magier Geralt von Riva spielen müssen, wurden bisher mehr als 30 Millionen Spiele verkauft. Doch die Magie, die in spannenden Geschichten gut ankommt, kommt im echten Leben oft nicht so gut an. Viele der Tricks, die früher noch ein großes Publikum ins Staunen versetzten, sind heute bereits dank des Internets aufgedeckt worden. In manchen Kulturen werden Magier immer noch in Form von Wahrsagern und Schamanen zu Rat gezogen. Besonders Osteuropäer sehen ihre Wahrsager oftmals beinahe als Ersatz für einen Psychologen, so Regisseur Mladen Đorđević, der mit seiner Verfilmung des serbischen Romans „Sumrak u bečkom haustoru“ den Magier-Brauch des Balkans thematisierte.

Die größten Magier
Wer an Magie denkt, dem wird relativ bald der Name David Copperfield in den Sinn kommen. Der 61-Jährige Illusionist, um den es mittlerweile ruhig geworden ist, wurde von Oprah als „der größte Illusionist unserer Zeit“ bezeichnet und hat sich diesen Titel hart verdient. Er hat mit seinen TV-Specials bereits 21 Emmy-Awards eingesackt und wurde von der französischen Regierung sogar zum Ritter für Kunst und Literatur geschlagen. Als Alleinunternehmer hat der Magier ganze 40 Millionen Tickets während seiner Laufbahn verkauft. Auch seine Auftritte im MGM Casino waren absolut rekordverdächtig. 18 Jahre lang trat er in dem Las Vegas Casino auf und spielte dabei gigantische 850 Millionen Dollar in 8000 Shows ein. Copperfield hat es damit laut einem Artikel von Betway unter die 8 größten Acts in Las Vegas geschafft. Auch die Zauberkünstler Siegfried und Roy haben es in die Hall of Fame der Magier geschafft. Ihre gemeinsame Karriere brachte die zwei Deutschen bis in das exklusive Mirage, wo sie mit ihren weißen Tigern viele Jahre lang erfolgreich auftraten und die Zuschauerränge füllten. Nach einem Unfall mit Tiger Montecore vor vollem Publikum beendeten die beiden ihre Showkarriere jedoch unerwartet. Roy wurde bei dem Zwischenfall schwer verletzt und hat eine partielle Lähmung erlitten. Der vor allem in den 1970er und 1980er Jahren bekannte Mentalist Uri Geller, der für seine Löffel-Verbiegungen berühmt ist, versuchte 2007 die Magierbranche wieder in Aufschwung zu bringen. Dazu benutzte er das beliebte Format der Castingshows und suchte nach einem Nachwuchsmagier in „The next Uri Geller“-Show.

Von Illusionisten zu Aktionskünstlern
Mittlerweile scheinen Illusionisten und Magier nicht mehr so gefragt zu sein, wie zuvor. Das liegt unter anderem daran, dass viele der gigantischsten Tricks bereits gezeigt wurden und es kaum möglich ist, Künstler wie Copperfield zu überbieten. Daher nennen sich viele moderne Magier nun häufig Aktionskünstler. So auch David Blaine, dessen waghalsige Aktionen immer gefährlicher werden. Bei seinen Tricks geht es oft nicht wirklich um die Illusion oder die Magie, die er vorzeigen möchte, sondern um das Risiko. Die ABC-Show „Beyond Magic“ zeigte 2017 beispielsweise einen Trick, bei dem er eine Gewehrkugel mit einem Metallbecher aufzufangen versuchte. Der waghalsige Stunt im MGM Casino ging daneben, als der Becher in seinem Mund zerschmettert wurde und er eine Halsverletzung davon trug. Der Magier glaubte tatsächlich, dass seine letzte Stunde geschlagen hatte, berichtet die Welt. Zum Glück kam er mit kleinen Verletzungen davon.

Magier und Illusionisten sind heute immer noch beliebt, müssen sich aber ganz schön ins Zeug legen, um mit risikoreichen Stunts aufzufallen. Künstler wie David Copperfield sind in der Szene jedoch schwer zu übertreffen und viele Fans haben das Gefühl, bereits alles gesehen zu haben. In anderen Unterhaltungsmedien wie Filmen und Games ist Magie jedoch immer noch voll im Trend und in einigen Kulturen herrscht immer noch ein realer Aberglaube über Hexen und Flüche. Die Faszination des Unbekannten und Unrealen lässt uns einfach nie ganz los!

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