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ZAHLUNGSDIENSTLEISTUNGEN

Kenia benötigt mehr Diversität bei Zahlungsmethoden – Diese Änderungen erwarten wir in der Zukunft

FOTO: iStockphoto

Das Internet hat uns viele Neuerungen gebracht. Dazu gehören beispielsweise Online casino Plattformen, aber auch die Möglichkeiten, wie man Zahlungen durchführen kann, haben in den letzten zehn Jahren erheblich zugenommen. Online-Zahlungsdienstleister haben dabei eine besonders große Bedeutung. Experten behaupten, dass man in der modernen Wirtschaft nicht mehr ohne diverse Zahlungsdienste agieren kann.

Gerade Kenia hat ein Problem damit, unterschiedliche Zahlungsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Aktuell wird der Markt von M-PESA dominiert. Wir gehen hier darauf ein, wie die aktuelle Situation in Kenia ist und welche Entwicklungen wir für die Zukunft erwarten. 

Aktuelle Zahlungsmethoden in Kenia

Momentan ist M-PESA der absolute Marktführer, was online Zahlungsdienste in Kenia angeht. Das Unternehmen gehört zu Vodafone und wurde 2007 gegründet. Seitdem hat es sich in Kenia sehr stark verbreitet und ist sogar in Ghana, Ägypten, Afghanistan, Indien und Südafrika angekommen. Aktuell werden in Kenia 98,8% aller Online Zahlungsvorgänge mit M-PESA abgewickelt. Dadurch ergibt sich fast schon ein Zwang, den Dienstleister zu nutzen, da es sonst schwer werden kann, online Zahlungen durchzuführen. Die beiden einzigen Alternativen in Kenia, Airtel Money und T-Kash, haben lediglich einen Marktanteil von 1,1% beziehungsweise 0,05%.

Dieser Mangel an Diversität in den Zahlungsmethoden stellt für Kenia ein Problem dar, da es schwierig ist, ein globales Publikum damit anzusprechen. Gerade potentielle Kunden aus der westlichen Welt könnten abgeschreckt werden, da sie mit den Zahlungsdienstleistern nicht vertraut sind. Zudem stellt es aber auch für die Kenianer ein Problem dar, denn es ist für sie schwierig, international einzukaufen, wenn M-PESA nicht als Zahlungsmethode verfügbar ist.

Diese Zahlungsdienstleister könnten sich in den nächsten Jahren in Kenia durchsetzen

Um auf dem globalen Markt mithalten zu können, muss Kenia seine Zahlungsmethoden diversifizieren. Zudem gehen Experten davon aus, dass in den nächsten fünf Jahren der Markt für mobile Zahlungsdienstleistungen explodieren wird. Man kann also davon ausgehen, dass sich die Lage in Kenia schnell ändern wird.

Folgende Zahlungsdienstleister haben unserer Meinung nach gute Chancen, sich in den kommenden Jahren in Kenia zu verbreiten:

  • PayPal
  • Skrill
  • Neteller
  • Apple Pay
  • Alipay

PayPal ist in den letzten Jahren zu einem der bedeutendsten Zahlungsdienstleister aufgestiegen. Seit das Unternehmen Ende der 90er Jahre gegründet wurde, ist es zu einem der erfolgreichsten Firmen in den USA aufgestiegen. Dabei wurde die Möglichkeit, mit PayPal zu zahlen, immer weiter ausgebaut, so dass man den Zahlungsdienst nun auf den meisten Online Plattformen verwenden kann. Auch in Kenia ist PayPal als Zahlungsmethode verfügbar, allerdings konnte sich das Unternehmen bisher nicht gegen die Konkurrenz durchsetzen. Mit Blick auf die angestrebte Diversifizierung in Kenia könnten wir uns aber gut vorstellen, dass PayPal in den nächsten Jahren an Bedeutung gewinnt.

Skrill ist ein weiterer, sehr beliebter Zahlungsdienstleister. Gerade in Online Casinos wird diese Zahlungsmethode gerne verwendet. Skrill gilt als sehr sicher und seriös, allerdings nutzt in Kenia kaum jemand diesen Dienst. Eventuell ändert sich das, wenn die Bekanntheit der Seite steigt und zunehmend internationale Unternehmen in Kenia Fuß fassen.

Neteller ist ein weiterer e-Money Zahlungsdienstleister, der in einer ähnlichen Zeit gegründet wurde wie PayPal. Vor allem in den letzten Jahren ist Neteller zu einem immer beliebteren Zahlungsdienst geworden, der sich gerade im Online-Gaming durchsetzt. Mittlerweile erwirtschaftet das Unternehmen 95% seiner Umsätze mit Online Glücksspiel. Wenn dieses auch in Kenia an Verbreitung gewinnt, wäre es gut vorstellbar, dass Neteller dort von mehr Menschen genutzt wird.

Apple Pay und andere Zahlungsdienste von Smartphone-Herstellern sind ein recht neuer Trend. Dadurch kann man durch eine App auf seinem Smartphone bezahlen, die direkt von dem entsprechenden Hersteller stammt. Somit ist ein grundlegendes Vertrauen vorhanden. Noch beliebter als Apple ist in Kenia Samsung als Hersteller. Es könnte daher gut sein, dass Samsung Pay in den nächsten Jahren in Kenia enorm an Bedeutung gewinnt.

Alipay ist einer der größten Zahlungsdienstleister aus dem asiatischen Raum. Dieser ist nicht nur für online Zahlungen sehr beliebt, sondern wird auch für physische Transaktionen verwendet. Dabei muss man nur einen QR-Code scannen, um die Zahlung zu veranlassen. Alipay könnte in Kenia eine vergleichbare Rolle einnehmen, wenn sich das Land ein Vorbild an China nimmt. 

Das chinesische Modell für Kenia

Viele Länder auf der Welt entwickeln sich weg von physischen Zahlungsmitteln und immer häufiger werden Zahlungsdienstleister verwendet. In China wird diese Entwicklung aktiv vorangetrieben. Bereits jetzt werden in China mehr Online Zahlungen mit Zahlungsdienstleistern wie Alipay durchgeführt, als mit Kreditkarten. China hat sich in den letzten Jahren zum Weltführer in Bezug auf mobile Zahlungsmethoden entwickelt. Insgesamt nutzt knapp die Hälfte der Chinesen eine digitale Geldbörse.

Kenia könnte sich an dem chinesischen Modell orientieren, und ebenfalls den Fokus auf mobile Zahlungsdienstleister verstärken. Vor allem, indem der Markt diversifiziert wird, kann ein großes Potential ausgeschöpft werden. Wenn mehr unterschiedliche Zahlungsmethoden zur Verfügung stehen, wird es leichter, internationalen Handel zu treiben. Das würde auch für Unternehmen einen Anreiz bieten, sich in Kenia niederzulassen.

Offensichtlich ist Kenia in dieser Entwicklung bisher abgehängt worden. Umso mehr gehen wir davon aus, dass sich das Land bemühen wird, in den kommenden Jahren mit Asien und dem Westen aufzuschließen. Daran, welche Zahlungsdienstleister sich durchsetzen, kann man eventuell auch erkennen, in welche Richtung sich das Land politisch eher orientieren wird. Demnach kann man die Entwicklungen auf dem mobilen Zahlungsmarkt in Kenia mit Spannung beobachten.

Zusammenfassung

In Kenia ist vor allem M-PESA verbreitet, ein Zahlungsdienstleister, der hauptsächlich in afrikanischen Ländern vorkommt. Um sich auf dem internationalen Markt behaupten zu können, muss Kenia die Zahlungsmethoden diversifizieren, die in dem Land angeboten werden. Dabei könnten sowohl westliche als auch asiatische Dienste übernommen werden. In jedem Fall kann man davon ausgehen, dass sich der Markt für Online-Zahlungsdienstleistungen in den nächsten Jahren stark verändern wird. Wie schnell Kenia es schafft, mit anderen Ländern aufzuschließen, wenn es darum geht, sich von Bargeld wegzuentwickeln, kann man nur abwarten. Allerdings sollte man schon in der nahen Zukunft beobachten können, dass neue Zahlungsmethoden in Kenia ankommen und sich dort verbreiten.

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