Vorsicht Insekten!
Der häufigste Grund für das Auftreten akuter Allergien sind Stiche von Wespen, Bienen, Hummeln und Hornissen. Obwohl tödliche Folgen dieser allergischen Reaktionen selten sind, treten sie meistens nach dem Stich einer Wespe oder Biene auf. Die Symptome dieses Allergietyps sind stärkere Schwellungen oder auch ein Ausschlag abseits der Einstichstelle. Anschließend kommt es zu Erstickungen, einem Blutdruckabfall und einem beschleunigten Puls. In einigen, seltenen Fällen tritt auch am Folgetag eine verspätete Reaktion auf, die dafür jedoch nicht so intensiv ist. Eine Allergie gegen Insektenstiche kann in jedem Lebensalter entstehen.
Es kommt vor, dass jemand mehrfach von einer Wespe oder Biene gestochen wird, ohne allergisch zu reagieren, und dass es mehrere Jahre später doch zu einer Reaktion kommt. Wenn man vom Vorliegen einer Allergie weiß, sollte man bei Aufenthalten in der Natur vorsichtig sein. Kommt es doch zu einem Stich, ist das Wichtigste, schnell die Rettung zu rufen, damit ein Arzt innerhalb von zehn bis fünfzehn Minuten eingreifen kann.
Verzögerte oder Kontaktallergien
Dieser Allergietyp, den man auch Kontaktdermatitis oder Ekzem nennt, wird von Substanzen hervorgerufen, die mit der Haut in Kontakt kommen. Diese Allergieform tritt 24 – 72 Stunden nach dem Kontakt mit dem Allergen auf, und meistens sind die Auslöser Metalle in Modeschmuck, Latex (etwa in Kondomen oder Einweghandschuhen), Farben, Konservierungsmittel sowie Düfte in Haarfärbemitteln und anderen kosmetischen Präparaten.
In der akuten Phase des Ekzems wird die Haut rot und schwillt an, sie juckt und es bilden sich kleine Bläschen, die aufplatzen, bevor sich die Haut schält. Wenn der Kontakt mit dem Allergen andauert, wird die Haut dicker, dunkelrot bis bräunlich, schält sich und es entstehen schmerzhafte Risse und ein minimaler, aber ständiger Juckreiz, der sich anfallsartig verstärkt.