Migranten haben es bei der Jobsuche schwerer: Anonyme Bewerbungen als Lösung?

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Migranten haben es bei der Jobsuche schwerer: Anonyme Bewerbungen als Lösung?

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(FOTO: iStockphoto)

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Eine Studie von Doris Weichselbaumer (Universität in Linz) untersuchte im Auftrag des Sozialministeriums die Chancengleichheit zwischen Österreichern und Migranten bei der Arbeitssuche.

Das Ergebnis zeigt, dass eine Nigerianerin für eine Position als Personalverrechnerin, bzw. als Assistenz der Buchhaltung, doppelt so viele Bewerbungen wie eine gleichqualifizierte Österreicherin abschicken muss, um zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Laut Studie schneiden Chinesen, Türken und Serben besser ab.

Fotolose Lebensläufe?
In manchen Ländern der Welt ist es üblich, dass Lebensläufe nicht mit einem Portraitbild versehen werden. Dies soll nicht nur Diskriminierung aufgrund der Herkunft, sondern auch aufgrund von Alter und Geschlecht entgegenwirken. Ebenso werden oftmals Details zum Familienstand oder Religionsbekenntnis aus dem Lebenslauf gestrichen.

Anonyme Bewerbung auch in Österreich?
Aufgrund der Studienergebnisse und Vergleichen mit anderen Ländern tagte die Arbeiterkammer zu diesem Thema. Unter anderem erklärte Gernot Mitter, Experte für Arbeitsmarktpolitik der AK, dass er im Sommer mit dem Sozialpartner über die Anonymisierung von Bewerbungen sprechen wird – vor allem hinsichtlich Migration und Integration.

Kann eine anonymisierte Bewerbung Diskriminierung bei der Arbeitssuche verhindern?

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