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EINSTIEG IN DIE BÖRSENWELT

Online-Broker: So funktioniert das moderne Aktiengeschäft

(FOTO: iStockphoto)

Anleger werden immer jünger und suchen nach modernen Wegen, das Beste aus ihrem Geld zu machen. Wer neu ist das Aktiengeschäft einsteigen und sich nicht auf seine Hausbank verlassen möchte, landet früher oder später bei Online-Brokern. Geld kann mit dem Smartphone mittlerweile schnell selbst angelegt werden – doch ein wenig Recherche ist empfehlenswert. Privatanleger sollten nur auf zuverlässige Online-Broker setzen, denn es geht schließlich um das eigene Geld.

Online-Brokerage erklärt

Sie handeln bei diesen Geschäften im Internet mit Anleihen, Fonds und Aktien. Wertpapiere lassen sich schnell und flexibel erwerben wie auch wieder verkaufen. Das alles funktioniert von zu Hause aus und problemlos über das Handy. Der Unterschied zum Anlegen bei einer Hausbank liegt darin, dass es keinen Berater gibt, der für Sie Geschäfte abschließt. Der Service verlangt bei der Hausbank natürlich eine Provision. Auch gibt es Gebühren für das Wertpapierdepot, das für Sie gehalten wird.

Dem gegenüber stehen nun Online-Broker, die eigene Plattformen zur Verfügung stellen, mittels derer Sie Fonds und Aktien selbst kaufen und verkaufen können. Interessant dabei ist, dass Sie für die Führung keine Gebühren zahlen. Transaktionen kosten dann eine Gebühr, welche in der Regel aber nicht allzu hoch ausfällt. Damit ist das Online-Brokerage eine attraktive und unkomplizierte Lösung für moderne Anleger jeder Altersklasse. Auf den Erfolgszug sind dann auch andere Finanzdienstleister aufgesprungen, zu Beginn waren es die Online-Banken, die diesen Service anboten. So gibt es heutzutage viele verschiedene Online-Broker, zwischen denen Sie auswählen können.

Die verschiedenen Online-Broker stehen in Konkurrenz miteinander und werben um die Kunden, die neu ins Geschäft einsteigen möchten. Sogar einen Broker-Bonus ohne Einzahlung werden Sie auf einigen Seiten finden, der Sie zum Trading animieren soll. Hier gilt aber, dass Sie sich nicht von einem Bonus hinreißen lassen sollten. Lernen Sie den Broker erst einmal richtig kennen und sehen Sie sich genau um, bevor Sie über eine Anmeldung nachdenken. Mit dieser Prämie ist es, wie mit jedem Angebot im Internet: Einen gratis Bonus zu erhalten, das findet jeder Kunde interessant. Das kennen Sie vielleicht schon von Online-Glücksspielen, für die aktuell vermehrt die Werbetrommel gerührt wird. Nicht jeder Bonus ist aber direkt ein guter – und das betrifft auch Online-Broker, bei denen Sie Ihr Geld gut aufgehoben wissen möchten, wenn Sie sich denn dann später für eine Transaktion entscheiden.

Kostenloses Trading – geht das wirklich?

Gratis Orders sind im Internet möglich. Fintech-Unternehmen setzen nicht auf den börslichen Handel, sondern machen außerbörsliche Geschäfte. Auch diese Handelsart unterliegt aber diversen Richtlinien, welche denen des klassischen Börsenhandels entsprechen. Sie haben hier außerdem den Vorteil, dass keine oder geringe Transaktionsgebühren anfallen, denn auf diese verzichten die elektronischen Handelsseiten, auf denen Ihre Geschäfte abgewickelt werden. Das ist für Anleger attraktiv – denn wer möchte nicht völlig kostenlos Transaktionen durchführen können? Bei einer Hausbank zahlen Sie deutlich höhere Gebühren. Dafür gibt es aber auch keinen Berater, der Ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht. Gut aufgehoben ist Ihr Geld aber dennoch. Sollte es Probleme geben, werden Sie bei einem seriösen Online-Broker schnell über den Kundendienst einen Mitarbeiter erreichen können. Dieser kann Ihnen zwar nicht verraten, wie die nächsten Orders aussehen könnten, bei technischen Problemen hilft er aber weiter.

Sie können also von einem einfachen Zugang und kostenfreien oder sehr günstigen Transaktionen profitieren, sind aber auch weitestgehend auf sich allein gestellt, wenn Sie Online-Broker nutzen. Es liegt in Ihrer Verantwortung, den Markt zu analysieren und Entwicklungen im Auge zu behalten. Gerade dann, wenn Sie mit Währungen, Einzelaktien oder Optionsscheinen handeln möchten, ist Vorsicht geboten. Absolute Anfänger sollten vielleicht lieber auf ETFs setzen. Diese Investitionen sind weniger riskant – doch natürlich auch weniger gewinnbringend.

Einstieg in die Börsenwelt: Das Klientel wird immer jünger

Die junge Generation hat den Aktienhandel längst für sich entdeckt. Das konnten wir zu Beginn des Jahres bei der GameStop-Aktie beobachten. Hier haben es junge Menschen geschafft, den Markt völlig aus dem Gleichgewicht zu bringen. Aber auch abseits dieser spektakulären Aktion ist zu beobachten, dass immer mehr Menschen Gefallen finden an dem Trading. Wir können immer und überall traden: Während der Zugfahrt wird kein Magazin mehr gelesen, sondern schnell das Handy zur Hand genommen. Der Zugang ist denkbar einfach, in Sekundenschnelle lassen sich aktuelle Entwicklungen überblicken. Gekauft werden kann alles, was der Markt hergibt: Sowohl relativ sichere ETFs als auch hochspekulative Kryptowährungen werden online gehandelt. Die Privatanleger nehmen zu – und auch die Hausbanken und Broker stocken ihre Angebote entsprechend der erhöhten Nachfrage auf. Die jungen Menschen entscheiden sich aber dennoch gern für Online-Broker, denn hier können sie selbst schalten und walten. Hausbanken wirken weniger attraktiv und gerade für die jüngere Generation eingestaubt und unflexibel.

In aller Munde sind außerdem Kryptowährungen. Bitcoin ist für Millenials sehr spannend, immer mehr Plattformen und Angebote gibt es hier. Neben Bitcoin erobern auch Tether und Ethereum den Markt und sind für jüngere Menschen ernstzunehmende Basiswerte. Doch bei jedem Geschäft müssen sich Anleger bei all der Euphorie bewusst sein, dass Aktienhandel letztlich ein Glücksspiel ist. Es gibt nicht nur die großen Gewinne, sondern auch herbe Verluste. Gerade der Handel mit Kryptowährungen wird gern als Fass ohne Boden beschrieben, denn die Werte können unvergleichlich schnell fallen, gibt es doch keine Regulierung. Da eignen sich Exchange Traded Funds, kurz ETFs, deutlich besser für Neueinsteiger. In jedem Fall gibt es heutzutage für jeden Bedarf den richtigen Online-Broker. Wer noch nicht sicher ist, womit gehandelt werden soll, entscheidet sich einfach für eine Plattform, die alles anbietet. Ein Vergleich lohnt sich, denn zwischen den Online-Brokern gibt es durchaus Unterschiede, über die sich Privatanleger informieren sollten.