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Scheichs wollen ihr Geld zurück – Benko fürchtet um sein Leben

(FOTO: X/@mietenblog)
(FOTO: X/@mietenblog)

Die geschäftlichen Verwicklungen des österreichischen Unternehmers René Benko mit internationalen Staatsfonds dürften nun unangenehme Konsequenzen haben.

Besonders die Partnerschaften und finanziellen Verflechtungen mit dem saudischen Staatsfonds, angeführt vom Kronprinzen Mohammed bin Salman, ziehen weitreichende Folgen nach sich. Er ist bekannt für seinen rigorosen Umgang mit Kritikern.

Spannungen

Die Beziehungen zwischen René Benko und seinen Geschäftspartnern in der Golfregion, insbesondere mit den Herrscherfamilien in Abu Dhabi und Saudi-Arabien, stehen unter einem schlechten Stern. Der Staatsfonds Mubadala aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, neben anderen Investoren, fordert von Benko eine Summe von einer Milliarde Euro zurück.

Eine Frage der Ehre

Der Kronprinz bin Zayed Al Nahyan verlangt 250 Millionen Euro für verlorene Investitionen in das Signa-Imperium zurück. Bei einem geschätzten Vermögen der Familie von rund 283 Milliarden Euro, sind sie aktuell die reichste Familie der Welt.

Laut einem Bericht des Spiegel, gehe es der Familie um die Ehre: „Die Scheichs stehen ungern als die Deppen da, die sich übertölpeln lassen.“ Es sei für sie „schlimmer, das Gesicht zu verlieren, als das Geld“. Benko werde „nun wohl mehr Bodyguards benötigen“. Die Herrscherfamilie habe eine „Armada an Leuten“ zu Benko losgeschickt.

Drohungen und Sicherheitsbedenken

Ein Insider enthüllte gegenüber der Presse, dass Benko Drohungen aus Saudi-Arabien erhalten habe. Die Verbindungen zwischen Benkos Unternehmen und dem saudischen Staatsfonds, der direkte Investitionen in die Signa-Gruppe tätigte, scheinen zu einer gefährlichen Quelle von Spannungen geworden zu sein. Die saudischen Beteiligungen umfassten unter anderem Anteile an einem Unternehmen, das ein prestigeträchtiges Londoner Kaufhaus erwarb. Diese prekäre Situation könnte die verstärkte Polizeipräsenz vor dem österreichischen Parlament erklären, als Benko dort aussagte.

Großes Sicherheitsaufgebot

Trotz seiner freiwilligen Zusicherung, vor dem Untersuchungsausschuss auszusagen, war Benko von einem auffälligen Sicherheitsaufgebot umgeben. Dies deutet darauf hin, dass der Unternehmer nicht nur mit rechtlichen, sondern auch mit persönlichen Sicherheitsrisiken konfrontiert ist. Experten weisen darauf hin, dass Beleidigungen der Ehre oder Wutausbrüche bei saudischen Entscheidern schnell eskalieren können, was die Situation zusätzlich verschärft.