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So finden Sie die passenden Gewerke für den Bau Ihres Traumhauses

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Foto: zVg

Wer plant, ein Eigenheim zu bauen, steht zunächst vor der Frage, ob es ein Fertighaus gibt, dass allen Anforderungen und Wünschen der einziehenden Familie gerecht wird.

Auch wenn ein Fertighaus vergleichsweise preiswert gekauft werden kann, wünschen sich die meisten Österreicher ein selbst geplantes und gebautes Haus, welches individuell und vor allem nach den gültigen Umweltstandards konzipiert wird. Bereits in der Planungsphase kann es für den Laien sinnvoll sein, sich die fachkundige Unterstützung eines Architekten oder Bauingenieurs einzuholen. Jedoch gibt es mittlerweile auch eine ganze Reihe an professioneller 3D-Software zur Planung des eigenen Traumhauses, in die sich jeder leicht einarbeiten kann.

Besonders wichtig ist die Statik des neuen Hauses, die nicht einfach in einem Computerprogramm errechnet werden kann. Soll das Eigenheim später nicht über ein Kellergeschoss verfügen, lassen sich beim Bau hohe Kosten einsparen, denn je nach geplanter Quadratmeterzahl der Unterkellerung kommen auf den Bauherrn Kosten von rund 50.000 Euro zu.

Welche Arbeiten können auf der Baustelle selbst durchgeführt werden?

Als Bauherr sollten am besten so viele Pflichten wie nur möglich an qualifizierte Fachfirmen ausgelagert werden. Nur in den wenigsten Fällen ist es ratsam, die Rolle der Bauaufsicht selbst zu bekleiden. Die meisten Bauherren sind dafür schlichtweg nicht ausreichend qualifiziert. Der Bauleiter stellt im Idealfall sofort fest, wenn etwas beim Neubau nicht nach Plan läuft und kann rechtzeitig korrigierend eingreifen, bevor es zu Baupfusch, Mängeln beim Hausbau oder einem verzögerten Einzugstermin kommt. Außerdem kann eine Baufirma die einzelnen Gewerke koordinieren, die in einer ganz bestimmten Reihenfolge am Neubau beteiligt werden. Einige Arbeiten wie das Verlegen eines Bodens können von talentierten Handwerkern vielleicht selbst durchgeführt werden. Gerade bei den Wasseranschlüssen oder dem Verlegen von Stromleitungen empfiehlt es sich aber, eine niedergelassene Fachfirma mit den Arbeiten zu beauftragen, da auf die Dienstleistungen dann ein Garantieanspruch besteht.

Welche Handwerksfirmen benötigen Sie für den Bau eines Eigenheims?

Die Liste der benötigten Gewerke auf der eigenen Baustelle ist gar nicht so lang. Ihr Architekt oder die beauftragte Baufirma kann Ihnen dabei helfen, alles optimal zu planen und zu organisieren, sodass Sie in jedem Fall pünktlich in Ihr Traumhaus einziehen können. Zu den Handwerksfirmen beim Bau eines Eigenheims gehören in jedem Fall:

– Maurer
– Schreiner / Tischler
– Dachdecker
– Glaser
– Maler
– Elektroinstallateure
– Sanitärfirma

Verputzarbeiten oder das Verlegen des Bodens kann von einem Maler übernommen werden, aber auch viele Maurer bieten diese Dienstleistung kostengünstig an. Es lohnt sich in jedem Fall, von unterschiedlichen Gewerken aus der Region unverbindliche Angebote einzuholen und die einzelnen Fachfirmen in Ruhe miteinander zu vergleichen.

Vorsicht bei zu knapp kalkulierten Kosten!

Der Preis sollte jedoch nicht das alleinige Kriterium sein, nach dem eine Baufirma ausgewählt wird. Vielmehr setzt der kluge Österreicher auf Mundpropaganda und vergleicht auch die Rezensionen im Internet miteinander. Sind die Baukosten zu knapp kalkuliert, werden teilweise minderwertige Baustoffe eingesetzt, an denen der Bauherr nicht lange Freude haben wird. Oder es kommt zu Verzögerungen beim Hausbau, wenn die Handwerker aufgrund besonders niedriger Stundenlöhne mit nur wenig Motivation ans Werk gehen. Bevor ein Vertrag unterschrieben wird, sollte dieser von einem Notar auf seine Vollständigkeit hin überprüft werden. Ansonsten kann es nämlich leicht passieren, dass wichtige Angaben zur Gewährleistung und andere Klauseln einfach ausgelassen werden. Treten dann Schäden oder Mängel auf der Baustelle auf, ist gesetzlich niemand verpflichtet, diese zu beheben und so passiert es immer wieder, dass der Bauherr am Ende selbst auf den Kosten sitzen bleibt. Es lohnt sich ferner, die zur Verfügung stehenden Versicherungen abzuschließen, auch wenn diese auf den ersten Blick nach einem finanziellen Mehraufwand aussehen mögen.

Versicherungen für Bauherren in Österreich

Mit der passenden Absicherung stehen Sie auch bei groben Mängeln nicht im Regen. Neben einer Bauherrenhaftpflichtversicherung sind Sie ebenfalls gut mit einer Bauhelfer-Unfallversicherung bedient, schnell passiert einmal ungewollt ein Unfall mit Personenschaden, für den Sie andernfalls privat haften müssten. Eine Bauleistungsversicherung läuft nur während der Bauphase und schützt vor bösen Überraschungen. Für unbebaute Grundstücke gibt es ebenfalls eine Haftpflichtversicherung, die jedoch in der Bauphase nicht mehr ausreichend Rechtsschutz gewährleistet. Eine Wohngebäudeversicherung ist ebenso sinnvoll für den Neubau wie eine Rohbau- und Feuerversicherung. Achten Sie darauf, welche Naturgewalten von der Police abgedeckt sind und lassen Sie auch alle Versicherungsverträge am besten vor der Unterzeichnung von einem Anwalt oder Notar Ihres Vertrauens prüfen.

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