Start NEWS PANORAMA Suche nach Ibiza-Lockvogel führt in Profi-Spionagekreise am Balkan
WER IST DIE "SCHOAFE RUSSIN"?

Suche nach Ibiza-Lockvogel führt in Profi-Spionagekreise am Balkan

(FOTO: zVg, spiegel.de-Screenshot)

Vergangene Woche wurde das allererste Bild von jener Frau veröffentlicht, die HC Strache und Johann Gudenus auf Ibiza in die Falle lockte. Seither fragt sich die Öffentlichkeit, wer hinter dem Lockvogel steckt.

Wer ist die „schoafe Russin“? Diese Frage beschäftigt Ermittler bereits seit mehreren Monaten, während die Öffentlichkeit erst seit wenigen Tagen ein Gesicht zu jener Frau bekommen hat, die zwei FPÖ-Politiker hinters Licht geführt und somit die Regierung zu Fall gebracht hat.

Profis vom Balkan?
Wie die „Krone“ im Mai 2019 berichtete, erhielt sie für ihre schauspielerischen Dienste 6.000 bis 7.000 Euro und soll eine mehrsprachige bosnische Studentin der Agrarwissenschaften sein. (KOSMO berichtete) Einem weiteren Artikel der Zeitung ist zu entnehmen, dass sich die Nachforschungen auf den Balkan konzentrieren sollen. Dabei sollen vor allem Nachrichtendiensten, verdeckten Ermittlern und Polizei-Spitzeln durchleuchtet werden.

Bei den Männern und Frauen hinter dem Ibiza-Video soll es sich um Profis handeln, die bisher im Bereich der Industriespionage und Drogen-Scheinkäufen erfolgreich tätig gewesen sein sollen. Auch der Lockvogel soll solch eine Spezialistin sein und als Informantin für Sicherheitsbehörden gearbeitet haben.

Foto aus Markovićs Handy
Nachdem letzte Woche die „Ibiza-Maklerin“, Irena Marković in die Öffentlichkeit ging und ihre Seite der gesamten Geschichte erzählte, tauchte nun auch das erste Foto des Ibiza-Lockvogels auf. Veröffentlicht wurde es von der Aufdecker-Plattform EU-Infothek.

Über Marković soll der erste Kontakt zur falschen Russin stattgefunden haben, da der Lockvogel angab, nach Österreich ziehen und ein Grundstück der Familie Gudenus kaufen zu wollen. Für Puls24 gab die Maklerin vor etwas mehr als einer Woche schließlich ein exklusives Interview. (KOSMO berichte) „Ich habe nichts zu verbergen“, so Marković, die mit ihrem TV-Auftritt Gerüchten entgegenwirken wollte.

Die Maklerin soll aus Angst, die Provision für das Immobiliengeschäft mit dem Gudenus-Anwesen verlieren zu können, ihr Handy bei einem Besichtigungstermin gezückt haben. Marković soll den, neben ihr sitzenden, Lockvogel auf diese Weise heimlich gefilmt haben, um zu beweisen, dass sie die Vermittlerin ist.