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POKER

Weltmeister in der Hauptstadt: Wiens Star am Pokerhimmel

FOTO: Pixabay
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Mit einem sagenhaften Gewinn von 8 Millionen US-Dollar hat sich Pokerspieler Koray Aldemir im vergangenen Jahr den Titel der Weltmeisterschaft gesichert. In einem atemberaubenden Spiel kassierte er das Preisgeld und bewies in seinem Spiel clevere Strategie, eine ruhige Hand und wahre Coolness.

Es müssen ungewöhnliche Minuten voller Spannung und Nervenkitzel gewesen sein, die Koray Aldemir vergangenen November in Las Vegas erlebte. Mit seiner Teilnahme an der legendären Poker-Weltmeisterschaft setzte sich der gebürtige Berliner gegen ein breites Teilnehmerfeld durch und sicherte sich mit einer gut überlegten Entscheidung den Jackpot von satten 8 Millionen US-Dollar.

Mehr als 6.500 Menschen nahmen an der „World Series of Poker“ teil. Sich gegen dieses Teilnehmerfeld durchzusetzen, verlangt einen fokussierten Blick und jede Menge Konzentration. Eigenschaften, die Kory Aldemir schon bei vorangegangenen Events unter Beweis stellte. Nicht umsonst, konnte der 32-jährige Berliner bisher über 20 Millionen US-Dollar erspielen. Eine Summe, die so manchen Hobbyspieler ehrfürchtig aufblicken lassen.

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Klassisches Kartenspiel, neu entdeckt

Mit dem Aufkommen der Online-Casinos gewann Poker an neuen Zielgruppen. Gemeinsam mit internationalen Spielern zu zocken und über Live Poker mit echten Croupiers zu spielen, war eine neue Erfahrung, die für Begeisterung sorgte. Das Spiel mit einem Live-Croupier, der auf die einzelnen Spielzüge direkt eingehen kann, ist bei Poker-Fans deutlich gefragter als die Video-Variante.

Dennoch gehört letztere Version zum Standardrepertoire vieler Online-Casinos. Dabei wurden die Anbieter immer kreativer. Neue Online-Casinos wie Lucky Days oder SpinAway Casino bieten ihren Nutzern eine breite Palette an Poker-Variationen an, die vom exotischen Setting („Carribean Poker“) bis zur anspruchsvollen Version („Three Card Poker“) reichen. An Auswahl mangelt es Poker-Fans keineswegs.

Der Pokerboom hat seit den frühen 2000er-Jahren eine große Entwicklung hingelegt. Das Kartenspiel galt nicht unbedingt als klassische Gesellschaftsunterhaltung, sondern wurde von ausgewählten Gruppen bevorzugt, die sich zurückgezogen beim Spiel anschwiegen und mit harten Pokerfaces sich Respekt verdienten. Die Lust am Poker trieb jedoch immer weiter in den Mainstream, an dem auch das James Bond-Abenteuer „Casino Royale“ nicht ganz unschuldig ist, und sorgte bald für unterhaltsame Runden mit Freunden am heimischen Wohnzimmertisch.  

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Wiens Poker-Persönlichkeit

Für Koray Aldemir hat sich das Üben und Austesten von Strategien im wahrsten Sinne des Wortes ausgezahlt. Doch anstatt sein Können in seiner Heimat auszuleben und angehende Spieler in Berlin zu fördern, hat sich der Deutsche in Wien niedergelassen. Ein cleverer Schritt, der aus zwei Perspektiven Sinn ergibt. Zum einen ist die Pokerszene in Wien sehr aktiv und bietet verschiedene Vereine und Anlaufstellen für Interessierte.

Zum anderen ist ein steuerlicher Vorteil ein großer Anreiz: In Österreich müssen Gewinne aus Pokerspielen – online oder offline – nicht versteuert werden. Bei einer Gewinnsumme von 8 Millionen US-Dollar sind die Ersparnisse somit beachtlich. Damit hat sich Österreich einen erheblichen Vorteil gegenüber anderen Metropolen geschaffen, die die Pokerszene zu neuem Wachstum treibt.

Für Koray Aldemir kein Grund übermütig zu werden. Trotz seines Millionengewinns blieb der Wahl-Wiener auf dem Boden und investierte seinen Gewinn mit bedacht. Seine leise Art und überlegte Vorgehensweise spiegelt alle Eigenschaften seines Spiels wider: Wer am Pokertisch vorsichtig seine Karten ausspielt und dem Gegenüber seine Nervosität nicht anmerken lässt, hat die Chance ganz nach vorn zu gelangen.

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