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Rückrufaktion

Brandgefahr bei VW: Mehrere E-Auto-Modelle betroffen

Brandgefahr bei VW: Mehrere E-Auto-Modelle betroffen
(FOTO: iStock)
3 Min. Lesezeit |

Fehlerhafte Batteriezellen können bei mehreren E-Autos von VW im schlimmsten Fall Brände auslösen.

Volkswagen bereitet einen weiteren Rückruf wegen möglicher Probleme mit Hochvoltbatterien vor. Betroffen sind mehrere Elektroauto-Modelle der ID.-Familie sowie der Cupra Born. In Österreich sind nach Angaben des Konzerns rund 850 Fahrzeuge betroffen. Als Sofortmaßnahme wird die maximale Ladekapazität der betroffenen Autos auf 80 Prozent begrenzt.

Diese Modelle sind betroffen

Nach bisherigen Berichten geht es um die Modelle VW ID.3, ID.4, ID.7 und ID. Buzz sowie den Cupra Born. Betroffen sind Fahrzeuge aus bestimmten Produktionszeiträumen zwischen 2023 und 2025. Die Probleme gehen auf Produktionsfehler bei zugelieferten Hochvoltbatteriezellen zurück, die nicht den Qualitätsanforderungen entsprechen.

Wie Volkswagen mitteilte, kann es dadurch in seltenen Fällen zu einer erhöhten thermischen Belastung der Batterie kommen. Im Extremfall besteht Brandgefahr. Der Konzern betont, dass die betroffenen Fahrzeuge nur einen begrenzten Produktionszeitraum umfassen.

Hunderte Fahrzeuge in Österreich betroffen

Auch österreichische Autofahrer sind betroffen: Laut Volkswagen müssen hierzulande rund 650 Fahrzeuge der ID.-Familie und etwa 200 Cupra Born überprüft werden. Zunächst müssen allerdings nur rund 50 Autos in die Werkstatt. Die übrigen betroffenen Halter werden schriftlich über die weiteren Schritte informiert.

In Deutschland ist der Rückruf ebenfalls in Vorbereitung. Medienberichten zufolge könnten dort rund 11.000 Fahrzeuge betroffen sein. Eine endgültige offizielle Gesamtzahl lag zunächst nicht vor. Volkswagen steht dazu mit den zuständigen Behörden in Abstimmung.

Laden vorerst nur bis 80 Prozent

Als vorläufige Sicherheitsmaßnahme begrenzt Volkswagen die maximale Ladekapazität betroffener Fahrzeuge auf 80 Prozent. Damit soll das Risiko einer Überhitzung reduziert werden, bis die Batterien überprüft und geeignete weitere Maßnahmen festgelegt sind.

In den Werkstätten werden die Hochvoltbatterien kontrolliert. Erst wenn eine Batterie als unbedenklich eingestuft wurde, kann die Ladebegrenzung wieder aufgehoben werden. Je nach Befund könnten weitere technische Maßnahmen notwendig sein. Ein Austausch der Batteriemodule ist laut bisherigen Angaben nicht in jedem Fall erforderlich; möglicherweise genügt ein Softwareupdate.

Betroffene Fahrzeughalter erhalten einen Brief mit Informationen zum weiteren Vorgehen. Wer unsicher ist, ob das eigene Auto dazugehört, sollte sich an einen autorisierten VW- oder Cupra-Betrieb wenden und die Fahrzeugidentifikationsnummer überprüfen lassen.

Auch Rückrufe in den USA und Großbritannien

Die Maßnahmen betreffen nicht nur Europa. In den USA läuft bereits ein Rückruf für mehr als 22.000 VW ID.4. Auch in Großbritannien wurden Rückrufmaßnahmen für bestimmte Modelle der ID.-Familie eingeleitet. Dort weist Volkswagen ausdrücklich auf die mögliche Überhitzung bei einem Ladestand von mehr als 80 Prozent hin.

Für Volkswagen ist es nicht der erste Rückruf wegen möglicher Batterieprobleme in diesem Jahr. Bereits im März 2026 wurden weltweit mehr als 90.000 Fahrzeuge von VW und Cupra wegen Problemen mit Batteriemodulen zurückgerufen. Der aktuelle Fall betrifft jedoch eine neue Rückrufaktion.

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KO KOSMO-Redaktion
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