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Energieprojekt

Grünes Licht: Bosniens größte Privatinvestition nimmt endlich Fahrt auf

Grünes Licht: Bosniens größte Privatinvestition nimmt endlich Fahrt auf
Foto: istock
2 Min. Lesezeit |

150 bis 200 Millionen Euro, 17 Turbinen, eine Hochebene – und nun grünes Licht vom Ministerium. Bosnien steht vor seiner größten privaten Energieinvestition.

Der Windpark Gradina bei Tomislavgrad hat einen wichtigen administrativen Meilenstein erreicht. Das Föderale Ministerium für Umwelt und Tourismus hat am 7. Oktober 2026 entschieden, dass für das Vorhaben keine vollständige Umweltverträglichkeitsprüfung notwendig ist – ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur Realisierung eines der größten privaten Energieprojekte des Landes.

Der Bescheid ebnet den Weg für ein Projekt mit einem geschätzten Investitionsvolumen von 150 bis 200 Millionen Euro. Hinter dem Vorhaben steht die Lager-Gruppe aus Posušje, die von Unternehmer Milenko Basic geführt wird und in der Region als wirtschaftlich einflussreicher Akteur gilt.

Geplante Infrastruktur

Auf der Grabovička-Hochebene sollen 17 Windturbinen mit einer Gesamtkapazität von bis zu 100 Megawatt errichtet werden. Die Masten erreichen Höhen zwischen 130 und 150 Metern, die Rotoren einen Durchmesser von bis zu 200 Metern.

Zur geplanten Infrastruktur zählen darüber hinaus eine neue Trafostation, rund 22 Kilometer internes Kabelnetz sowie 28 Kilometer Zufahrtsstraßen. Der Ministeriumsbescheid hält zudem fest, welche Umweltschutzauflagen einzuhalten sind – darunter Maßnahmen zum Schutz von Vögeln und Fledermäusen sowie die laufende Überwachung von Lärm- und Wasserressourcen.

Lange Projektgeschichte

Die Wurzeln des Projekts reichen bis ins Jahr 2008 zurück, als die erste Konzession erteilt wurde.

Sollte der Windpark wie geplant umgesetzt werden, könnte er nicht nur zur größten privaten Energieinvestition in Bosnien und Herzegowina avancieren, sondern die Region Tomislavgrad auch als bedeutendes Energiezentrum im Land etablieren.

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KO KOSMO-Redaktion
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