Putzen, schleppen, schrubben – was lästig klingt, steckt voller körperlicher Energie. Der Haushalt hat mehr Trainingspotenzial als gedacht.
Wer glaubt, körperliche Fitness sei ausschließlich dem Fitnessstudio oder dem Laufpark vorbehalten, unterschätzt das Potenzial des eigenen Haushalts. Denn was täglich ohnehin erledigt werden muss, kann gleichzeitig als effektives Ganzkörpertraining wirken – ganz ohne Mitgliedsbeitrag oder Sportausrüstung.
Bereits beim Staubsaugen kommt der Körper ordentlich in Schwung. Wer dabei zügig vorgeht, Möbel verrückt und sich in jede Ecke vorarbeitet, erhöht seinen Energieverbrauch spürbar. Ähnliches gilt für das Bodenwischen: Das wiederholte Vor- und Zurückziehen des Wischmopps, kombiniert mit Bücken und Hocken, beansprucht Arme, Schultern und den unteren Rücken gleichermaßen.
Verstecktes Ganzkörpertraining
Fensterputzen wiederum ist eine unterschätzte Schulterübung. Die kreisenden und streichenden Bewegungen über Kopfhöhe aktivieren Schulter- und Armmuskulatur sowie den Rumpf – und das über eine längere Zeitspanne, als man zunächst annehmen würde. Wer das Bad gründlich schrubbt, kommt dabei kaum zur Ruhe: Das ständige Aufstehen, Knien und Strecken treibt den Puls in die Höhe und macht aus einer ungeliebten Pflicht ein handfestes Kreislauftraining.
Besonders intensiv ist Gartenarbeit. Graben und Harken fordern Beine, Arme und Rumpf über einen längeren Zeitraum hinweg – vergleichbar mit einer ausgedehnten Krafteinheit im Freien. Auch das Wäschewaschen sollte nicht unterschätzt werden: Schwere Körbe zu tragen und zwischen Waschmaschine, Trockner und Wäscheständer hin- und herzugehen, summiert sich im Laufe des Tages zu einer beachtlichen körperlichen Leistung.
Wer beim Aufräumen mehrmals die Treppe auf und ab steigt, trainiert nebenbei gezielt die Beinmuskulatur.
Sicherheit geht vor
Allerdings gilt auch beim Haushalts-Workout ein wichtiger Grundsatz: Sicherheit geht vor. Gerade beim Fensterputzen in größeren Höhen sind Vorsicht und geeignete Hilfsmittel unerlässlich. Übermäßige Belastungen oder riskante Positionen sollten vermieden werden.
Denn der gesundheitliche Nutzen entfaltet sich nur dann, wenn man dabei unverletzt bleibt.