Tunnel, Viadukte, 200 chinesische Arbeiter – in Westslawonien entsteht Kroatiens derzeit größtes Straßenbauprojekt.
Die Bauarbeiten an der Schnellstraße zwischen Požega und Staro Petrovo Selo schreiten planmäßig voran. Vizekanzler und Infrastrukturminister Oleg Butkovic besichtigte die Baustelle des 160-Millionen-Euro-Projekts, das derzeit als größtes Straßenbauprojekt Kroatiens gilt und bis 2029 abgeschlossen sein soll.
Das Vorhaben soll Požega mit der Autobahn A3 verbinden und umfasst auf rund 16 Kilometern Länge anspruchsvolle Ingenieurbauwerke – darunter einen Tunnel, Viadukte und Brücken. Auf der Baustelle in Westslawonien sind derzeit rund 200 chinesische Arbeiter sowie zwei heimische Subunternehmen tätig. Ausführendes Unternehmen ist die China Road and Bridge Corporation (CRBC).
Butkovics Einschätzung
Butkovic zeigte sich nach der Besichtigung zufrieden mit dem Baufortschritt. Die Arbeiten liefen trotz der technischen und finanziellen Komplexität des Projekts gut voran, sagte er. Er gehe davon aus, dass das bisherige Tempo gehalten werden könne und das Projekt innerhalb der vereinbarten Frist fertiggestellt werde.
Die vertraglich festgelegte Bauzeit beträgt 48 Monate. Der Tunnel, eines der zentralen Bauelemente der Strecke, ist rund 1.600 Meter lang – der tägliche Vortrieb liegt derzeit bei etwa zwei Metern.
Regionaler Entwicklungsimpuls
Für die strukturschwache Gespanschaft Požega-Slawonien gilt das Projekt als bedeutsamer Entwicklungsimpuls. Gespanschaftsvorsteherin Antonija Jozic unterstrich die Relevanz der neuen Verbindung für die wirtschaftliche Anbindung der Region.
Ivica Budimir, Vorstandsvorsitzender der staatlichen Straßengesellschaft Hrvatske ceste, ist gemeinsam mit den Hrvatske autoceste für die Umsetzung des Projekts verantwortlich.
Parallel dazu soll die Projektdokumentation für die Sanierung der Eisenbahnstrecke Caglin–Nasice bis Juni kommenden Jahres abgeschlossen sein.