Eine Hinrichtung, ein Erschießungskommando und ein Plan, der weltweit für Empörung sorgte – nun hat Trump entschieden.
US-Präsident Donald Trump hat bekanntgegeben, dass die bevorstehende Hinrichtung von Nidal Hasan nicht live im Internet übertragen wird. Die Entscheidung fiel inmitten einer intensiven öffentlichen Debatte über die ursprünglich geplante Liveübertragung der Exekution, die für den 3. Dezember auf dem Militärstützpunkt Fort Hood in Texas angesetzt ist. Die Idee, die Hinrichtung zu streamen, war von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth ins Spiel gebracht worden – und stieß von Beginn an auf breite Ablehnung.
Breite Kritik
Die Ankündigung löste scharfe Kritik aus, die weit über parteipolitische Grenzen hinausging. Auch Vizepräsident JD Vance und andere prominente Republikaner meldeten Bedenken an. Internationale Beobachter und Menschenrechtsorganisationen schlossen sich der Kritik an. Das Büro des UN-Menschenrechtsbeauftragten Volker Türk formulierte es unmissverständlich: „Die Liveübertragung einer Hinrichtung ist gleichbedeutend mit einer öffentlichen Hinrichtung und würde gegen das absolute Folterverbot verstoßen.“
Nidal Hasan, ein ehemaliger Militärpsychiater, war 2013 von einem US-Militärgericht zum Tode verurteilt worden, nachdem er 2009 auf dem Stützpunkt Fort Hood in Texas 13 Menschen getötet hatte. Hasan, der palästinensische Wurzeln hat, bezeichnete die Tat als Akt des Dschihad und zeigte keine Reue. Sollten keine weiteren juristischen Schritte eingeleitet werden, wäre seine Hinrichtung die erste Militärexekution in den Vereinigten Staaten seit 65 Jahren.
Erschießungskommando geplant
Durchgeführt werden soll die Exekution durch ein Erschießungskommando – eine Methode, die in fünf US-Bundesstaaten gesetzlich zulässig ist. Trump stellte klar: „Wie vorgesehen durch ein Erschießungskommando sterben, aber dieses Ereignis wird nicht übertragen.“