2019 kommen Neuerungen – Wer profitiert und wer verliert!

NEUES JAHR

2019 kommen Neuerungen – Wer profitiert und wer verliert!

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Kurz & Strache
(FOTO: BKA/Dragan Tatic)

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Familien und Pensionisten erwarten 2019 Erleichterungen. Zuwanderer hingegen müssen sich warm anziehen.

Eine der kostspieligsten Maßnahmen der ÖVP-FPÖ-Koalition in ihrem ersten Regierungsjahr ist zweifelsfrei das 1,5 Milliarden Euro teure Projekt „Familienbonus Plus“. Damit sollen im neuen Jahr 950.000 Familien entlastet werden, was in etwa 1,6 Millionen Kindern zugutekommen wird.

Der Familienbonus Plus umfasst bis zu 1.500 Euro für jedes Kind. Dies spigelt sich in Form einer Steuersenkung wider. Jedoch müssen die Erziehungsberechtigten ein bestimmtes Einkommen vorweisen. Bei zwei Kindern entspricht das in etwa 2.300 Euro brutto. Mit 500 Euro können Eltern von älteren Kindern rechnen, solange sie Familienbeihilfe beziehen.

Sobald man das Formular E30 ausfüllt und an seinen Arbeitgeber aushändigt, kann der Bonus schon mit dem Jänner-Gehalt ausbezahlt werden, da der Familienbonus direkt von der Lohnsteuer abgezogen wird. Verdient man jedoch weniger als 4.000 Euro jährlich, tritt der „Kindermehrbetrag“ in Kraft, der mit 250 Euro pro Kind und Jahr allerdings deutlich niedriger ausfällt, als der Familienbonus.

Pensionisten können im neuen Jahr mit einer Erhöhung von bis zu 2,6 Prozent rechnen, da ihre Bezüge 2019 sozial gestaffelt erhöht werden. So werden niedrige Pensionen um 2,6  Prozent angehoben. Hohe Pensionen steigen um einen Fixbetrag. Pensionisten, die bis zu 1.115 Euro erhalten, beziehen ab 2019 eine Erhöhung um bis zu 2,6 Prozent. Dann sinkt das Plus schrittweise auf 2 Prozent. Einen Fixbetrag von 68 Euro mehr erhalten hohe Pensionen, die mehr als 3.042 Euro betragen, was beispielsweise auf Beamtenpensionen zutrifft.

Die Mindestsicherung neu wird zwar erst im Herbst Gesetz, die Koalition einigte sich jedoch schon jetzt auf ein bundeseinheitliches Modell für die Sozialhilfe. Die Mindestsicherung soll einheitlich pro Person 863 Euro betragen.

Zuwanderer mit mangelnden Deutschkenntnissen müssen mit Kürzungen rechnen. Alleinerziehende und Menschen mit Beeinträchtigungen erhalten Bonuszahlungen.

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