Am gestrigen Sonntag erzielte die FPÖ einen bedeutenden Wahlsieg bei den Nationalratswahlen . Mit einem Stimmenanteil von 28,8 % schnitten sie am besten ab und wurden damit stärkste Kraft (Ergebnisstand 21.30 Uhr).

Der zweite Platz ging an die bisher regierende ÖVP, die 26,3 % der Stimmen erhielt. Andreas Babler und die SPÖ erlebten hingegen ein historisch schlechtes Ergebnis und landeten mit 21,1 % auf dem dritten Platz.
Proteste im Anschluss an die Wahl
Nur wenige Stunden nach Bekanntgabe der ersten Hochrechnungen begannen in Wien bereits die ersten Proteste gegen das Wahlergebnis. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sowie Antifa-Aktivisten versammelten sich in der Wiener Innenstadt, um ihren Unmut kundzutun. Laut Veranstaltungsteam war die Demonstration angemeldet und zog vom Yppenplatz in Wien-Ottakring in die Innenstadt. Die Gruppe stimmte Slogans wie „Ganz Wien hasst die FPÖ“ und „Niemals Kickl“ an.
Demonstration gegen die FPÖ nach der #Wahl2024 in Wien.
— Esterreicherr (@Esterreicherr) September 29, 2024
Die Demoroute führte vom Parlament zum Heldenplatz und vom Heldenplatz zum Alten AKH, wo die FPÖ ihr Wahlergebnis feierte. Die Polizei sicherte mit sichtbaren Kräften der EE, BE und LVA 🚨 pic.twitter.com/oWV7eJrGvY
Kurz vor 20 Uhr versammelten sich rund 200 linke Aktivisten vor dem Parlament, um gegen die FPÖ zu protestieren. Mit Bannern und Schildern, auf denen unter anderem „Lasst Nazis nicht regieren und niemals aufmarschieren“ sowie „Nazis raus“ und „Ickl ist ein Azi“ zu lesen war, machten sie ihrem Unmut Luft.
Polizeieinsatz sichert Wahlparty
Gegen 21.30 Uhr formierte sich der sogenannte schwarze Block, um in Richtung des Alten AKHs zu marschieren. Grölend und mit Fackeln wollten die Demonstranten die FPÖ-Wahlparty in der Stiegl Ambulanz stören. Einige der Aktivisten waren vermummt.
Anti-far right protests near Vienna’s Altes AKH where FPÖ is celebrating its election victory #W2909 pic.twitter.com/9iOzLrkGGT
— Johannes Pleschberger (@JPleschberger) September 29, 2024
Die Polizei sperrte das Areal um die Stiegl Ambulanz weiträumig ab und verhinderte so eine mögliche Eskalation. Der Einsatz der Sicherheitskräfte dauerte am Abend noch an.
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Wieder Donnerstagsdemos geplant
Bei den früheren ÖVP-FPÖ-Koalitionen gab es sogenannte „Donnerstagsdemos“, bei denen teilweise Tausende Menschen an Donnerstagen gegen die FPÖ protestiert hatten. In Anlehnung daran wurde auf Social Media bereits eine neue Donnerstagsdemo vor dem Parlament angekündigt.
Noch mal in aller Kürze. Am 3.10. ist wieder Donnerstag! Wir treffen uns um
— wiederdonnerstag (@immerdonnerstag) September 29, 2024
18 Uhr vor dem Parlament. pic.twitter.com/3WxEcmbsPV