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Diese sieben Sätze sagen narzisstische Eltern häufig!

Diese sieben Sätze sagen narzisstische Eltern häufig!
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3 Min. Lesezeit |

Toxische Aussagen narzisstischer Eltern hinterlassen tiefe seelische Wunden. Hinter Sätzen wie „Ich habe alles für dich geopfert“ verbirgt sich ein Erziehungsmuster, das Kinder bis ins Erwachsenenalter prägt.

Elterliche Belastungen, die tiefe Spuren hinterlassen können, sind oft an spezifischen verbalen Äußerungen erkennbar. Viele Erziehungsberechtigte verwenden unbedacht Formulierungen, die bei ihrem Nachwuchs negative Emotionen auslösen. Doch wann überschreiten solche Aussagen die Grenze zum toxischen Verhalten und weisen auf narzisstische Persönlichkeitsstrukturen bei Eltern hin? Familienberaterin Ruth Marquardt beleuchtet diese Problematik und erläutert die möglichen Folgen für die heranwachsende Generation.

Narzissmus in der Familie

Narzisstische Persönlichkeiten stellen sich selbst in den Fokus allen Geschehens. Im Gespräch mit RTL verdeutlicht die systemische Familienberaterin Ruth Marquardt die besondere Problematik dieser Charaktereigenschaft im Kontext der Erziehung: „Sie [Narzissten, Anm. d. Red.] kennen genau die Schwachstellen, an denen sie bei ihren Kindern ansetzen müssen, um diese zu demütigen.“ Nach außen zeigen sie sich häufig sehr bezaubernd, charmant, eloquent und sind Meister des Schauspiels“, weiß die erfahrene Familienberaterin. Der Bruch sei vor allem im eigenen Zuhause groß. „In den eigenen Wänden sind sie dann herzlos, oft auch laut oder verbal oder körperlich brutal“, sagt Marquardt. Für Außenstehende sind narzisstische Eltern demnach nur schwer zu erkennen.

Verletzende Worte

Bestimmte Aussagen ermöglichen es Betroffenen jedoch, auch im Erwachsenenalter das elterliche Verhalten richtig einzuordnen. Die verbindende Eigenschaft dieser typischen Formulierungen liegt in der Vermittlung von Unzulänglichkeitsgefühlen beim Kind. Sie transportieren die Botschaft permanenter elterlicher Enttäuschung und unzureichender kindlicher Leistung. Beispiele solcher Äußerungen sind: „Schau, was du mir angetan hast.“ „Wenn du nicht gewesen wärst, hätte ich ganz sicher Karriere machen können. Ich habe alles für dich geopfert.“ „Warum bist du nur immer gleich so empfindlich?“ „Du bringst mich noch ins Grab.“ „Kein Wunder, dass du keinen Partner findest.“ „Was hast du nur an – du hast offensichtlich keinen Geschmack!“ „Du bist für mich eine solche Enttäuschung.“

Ruth Marquardt betont, dass die verbale Komponente nur einen Teil des verletzenden Verhaltens darstellt. „Der Blick und die Körperhaltung ist gerade bei Vätern oft drohend und überlegen, der leidende Blick der Mutter ist häufig sogar noch schlimmer“, sagt sie. Diese Verhaltensmuster können die Entwicklung eines Kindes nachhaltig beeinträchtigen. In ihrer Beratungstätigkeit begegnet Ruth Marquardt regelmäßig den gravierenden Folgen solcher Erziehungsmethoden.

Langfristige Folgen

„Es fällt solchen Kindern schwer, mit einem gesunden Selbstwert groß zu werden. Sie neigen dazu, perfektionistisch zu sein, weil sie gelernt haben: Nur durch Leistung kann ich mir so etwas wie Liebe verdienen“, erklärt sie.

Ein charakteristisches Merkmal bei Menschen mit solchen Kindheitserfahrungen ist die Unterordnung eigener emotionaler Bedürfnisse bis zur völligen Erschöpfung. Auch auf zwischenmenschliche Beziehungen wirkt sich das toxische Elternverhalten aus. „Es fällt ihnen schwer, wirklich vertrauensvolle Beziehungen zu führen. Sie entschuldigen sich zu häufig. Oder sie ahmen ihre Eltern unbewusst nach, werden gewissermaßen selbst zu Tätern, die andere beschuldigen und abwerten“, ordnet Marquardt ein.

Dieser Artikel erschien bereits 2023 und wurde danach redaktionell bearbeitet.

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KO KOSMO-Redaktion
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