Günstiger streamen mit Werbepausen: Paramount+ führt ein neues Abo-Modell ein und erhöht gleichzeitig die Preise für werbefreies Schauen. Der Kampf um Streaming-Kunden verschärft sich.
Der Streamingdienst Paramount+ erweitert ab 5. Juni sein Angebot in Deutschland um ein werbefinanziertes Abonnement zum Preis von 5,99 Euro monatlich. Abonnenten dieses Tarifs erhalten vollständigen Zugriff auf das gesamte Film- und Serienangebot, müssen jedoch Werbeeinblendungen in Kauf nehmen. Dies unterscheidet das Angebot deutlich von der Konkurrenz bei Netflix, wo im Werbemodell zahlreiche Titel nicht verfügbar sind.
Parallel dazu passt der Anbieter die Preisstruktur an und hebt die monatlichen Kosten für das werbefreie „Standard“-Abonnement von bisher 7,99 Euro auf künftig 9,99 Euro an. Diese Preiserhöhung betrifft allerdings zunächst nur Neukunden, während Bestandskunden vorerst zu den bisherigen Konditionen weiterschauen können. Für das erst kürzlich am 26. März eingeführte „Premium“-Abonnement bleibt der Preis mit 12,99 Euro pro Monat unverändert.
Tarifunterschiede im Detail
Die verschiedenen Tarifmodelle unterscheiden sich in ihren technischen Spezifikationen: Während das „Standard“-Paket Full-HD-Auflösung bietet und die parallele Nutzung auf zwei Geräten ermöglicht, können „Premium“-Kunden 4K-Qualität genießen und bis zu vier Geräte gleichzeitig nutzen. Das neue Werbemodell beschränkt sich hingegen auf Full-HD-Auflösung und erlaubt keine parallelen Streams auf mehreren Endgeräten.
Das Programmangebot von Paramount+ umfasst eine Vielzahl von Inhalten aus dem Katalog von Paramount Pictures sowie weiteren Studios, darunter Filme, Serien und exklusive Originalproduktionen. Obwohl der Dienst in Deutschland noch nicht die Marktdurchdringung größerer Konkurrenten erreicht hat, positionierte er sich bislang mit einem günstigeren Preisniveau – ein Wettbewerbsvorteil, der durch die angekündigten Preisanpassungen teilweise schwindet.
Branchenweiter Trend
Die Einführung werbefinanzierter Modelle entspricht einem branchenweiten Trend, dem auch andere große Streamingplattformen wie Netflix, Disney+ und Amazon Prime Video folgen. Ähnlich wie Paramount+ bieten diese Dienste in der Regel dreistufige Preismodelle an, bei denen höhere Tarife neben Werbefreiheit auch bessere Bildqualität und die Möglichkeit zur gleichzeitigen Nutzung auf mehreren Geräten umfassen.