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Terrorprozess

Swift-Konzert-Absage in Wien: Bühnentechniker (18) nach IS-Radikalisierung vor Gericht

Swift-Konzert-Absage in Wien: Bühnentechniker (18) nach IS-Radikalisierung vor Gericht
FOTO: EPA-EFE/MAX SLOVENCIK/ROSSELLA PAPETTI/zVg
2 Min. Lesezeit |

Nach vereiteltem Terror-Plan auf Taylor Swifts Wien-Konzert steht nun ein 18-Jähriger vor Gericht. Seine Radikalisierung begann mit 15 – als Bühnentechniker hatte er direkten Zugang.

Die Staatsanwaltschaft Wien hat den 18-jährigen Luca K. im Fall des verhinderten Anschlags auf ein Taylor-Swift-Konzert im Ernst-Happel-Stadion angeklagt. Laut Kurier wirft die Anklageschrift dem jungen Mann die Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung sowie einer kriminellen Organisation vor. Seine Radikalisierung begann offenbar mit 15 Jahren durch die Konversion zum Islam, woraufhin er sich zunehmend mit IS-Ideologie (Islamischer Staat) beschäftigte und entsprechende Gebetshäuser frequentierte.

Ermittlungen zufolge soll er die Taten des Wien-Attentäters Kujtim F. glorifiziert und Gewalt gegen Polizeibeamte befürwortet haben. Zudem wurde er 2024 bereits zweimal wegen schwerer Körperverletzung verurteilt.

Zweiter Verdächtiger

Der mutmaßliche Mitverschwörer von Luca K. muss sich vor dem Landesgericht Wiener Neustadt verantworten. Der ebenfalls 18-Jährige gibt an, unbeabsichtigt in extremistische Kreise geraten zu sein und keine Kenntnis vom selbst hergestellten Sprengstoff des Hauptverdächtigen Beran A. gehabt zu haben. Die Behörden nahmen beide am 7. August 2024 fest.

Die jungen Männer kennen sich seit ihrer Schulzeit und intensivierten ihren Kontakt 2024 erheblich. Der Angeklagte soll zudem anwesend gewesen sein, als Beran A. im burgenländischen Sigless Blaulicht und Folgetonhorn testete – Utensilien, die später beim Anschlag zum Einsatz kommen sollten.

Konzertbühnen-Zugang

Besonders brisant: Der Beschuldigte hatte sich als Bühnentechniker bei genau jener Firma anstellen lassen, die für den Aufbau der Swift-Konzertbühne verantwortlich zeichnete.

Das Gerichtsverfahren soll nun klären, welche konkrete Funktion der 18-Jährige bei den Anschlagsplänen innehatte. Ein weiteres Mitglied des Terrornetzwerks um Beran A. wurde bereits im Februar rechtskräftig zu einer teilbedingten zweijährigen Haftstrafe verurteilt.

Gegen den Hauptverdächtigen selbst dauern die Ermittlungen noch an.

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KO KOSMO-Redaktion
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