Russlands Vize-Außenminister warnt vor nuklearem Risiko trotz „Anzeichen der Vernunft“
Der stellvertretende russische Außenminister Sergej Rjabkow hat die militärischen Schritte seines Landes als direkte Reaktion auf das Vorgehen der USA und deren Verbündeter bezeichnet. Moskaus Waffenstationierungen seien ausschließlich eine Antwort auf die zunehmende Präsenz amerikanischer Systeme in Regionen, die unmittelbare Auswirkungen auf die russische Sicherheit hätten, erklärte Rjabkow laut der staatlichen Nachrichtenagentur RIA Novosti.
Die jüngsten Stationierungen erfolgen als direkte Reaktion auf die von den USA angekündigte Verlegung von Atom-U-Booten in europäische Gewässer. Das russische Außenministerium betont, dass diese Maßnahmen ausschließlich der Abschreckung und dem Schutz russischer Sicherheitsinteressen dienen.
Neben den bereits bekannten „Oreschnik“-Raketen (russische Mittelstreckenrakete) verfüge Russland über weitere „hochmoderne Waffensysteme“, betonte der Vizeminister. Diese würden gezielt in Regionen mit erhöhter US-Präsenz verlegt. Gleichzeitig warnte er, dass die Gefahr eines nuklearen Konflikts weiterhin bestehe – eine Einschätzung, die das Außenministerium durch das „aggressive Vorgehen der USA und ihrer Verbündeten“ begründet sieht.
Entspannungssignale erkennbar
Dennoch sieht Rjabkow in den amerikanisch-russischen Beziehungen erste positive Signale: Es gebe „Anzeichen von Vernunft“, die in den vergangenen Jahren nicht erkennbar gewesen seien.
Für eine schrittweise Entspannung der angespannten internationalen Beziehungen im euroatlantischen Raum sei jedoch politischer Wille notwendig, führte der russische Diplomat aus. Offizielle Statements des Außenministeriums bestätigen, dass eine diplomatische Entspannung möglich sei, sofern politischer Wille auf beiden Seiten vorhanden ist. Mit Blick auf die globale Lage merkte er an, dass es bereits zu viele Konfliktherde in verschiedenen Teilen der Welt gebe.