Niederösterreich im Griff der Erkältungswelle: 43.000 Menschen sind krankgeschrieben, fast jeder fünfte wegen eines grippalen Infekts. Ein Experte gibt Tipps zur Vorbeugung.
Die Erkältungssaison nimmt in Niederösterreich deutlich an Fahrt auf: Aktuell befinden sich 42.980 Arbeitnehmer im Krankenstand, wie Daten der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) belegen. Besonders auffällig: Fast jeder fünfte Fall – konkret 9.427 Personen – geht auf grippale Infekte zurück. Zusätzlich wurden 541 Corona-Erkrankungen sowie 57 Influenza-Fälle dokumentiert.
„Das ist jedes Jahr dasselbe, nur haben wir jetzt einen Erreger mehr“, erklärt Hans-Peter Hutter, Umweltmediziner an der MedUni Wien, gegenüber noe.ORF.at. Der Experte verweist darauf, dass neben den klassischen Erkältungsviren und der Influenza auch das Coronavirus weiterhin eine bedeutende Rolle im Infektionsgeschehen spielt.
Schutzmaßnahmen beachten
Für den Umgang mit der Erkältungswelle hat Hutter klare Empfehlungen: „Wer hustet oder niest, sollte Rücksicht nehmen, am besten daheimbleiben oder eine Maske tragen, wenn man mit mehreren Personen arbeitet.“ Diese Vorsichtsmaßnahmen seien besonders in öffentlichen Verkehrsmitteln wichtig. Bei Krankheitsanzeichen rät der Mediziner zu Schonung – sowohl im eigenen Interesse für eine schnellere Genesung als auch zum Schutz des Umfelds vor Ansteckung.
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Immunsystem stärken
Zur Unterstützung des Immunsystems empfiehlt der Experte bewährte Methoden: Eine ausgewogene Ernährung bildet die Basis, ergänzt durch tägliche körperliche Aktivität und ausreichende Schlafphasen. Als besonders wirksam hebt Hutter Wechselduschen hervor: „Das aktiviert das Herz-Kreislauf-System und stärkt auch die Immunabwehr“, so der Mediziner.
Nachdrücklich befürwortet Hutter zudem Impfungen als Präventionsmaßnahme: „Besonders Personen ab 60 oder mit Vorerkrankungen sollten sich gegen Corona und Influenza impfen lassen. Die Impfung senkt das Risiko für schwere Krankheitsverläufe und schützt auch andere.
Nebenwirkungen sind in der Regel deutlich milder als die möglichen Komplikationen einer Infektion“, betont der Oberarzt.