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Forschungsdurchbruch

DNA-Rätsel gelöst: Woher die Kroaten wirklich stammen

DNA-Rätsel gelöst: Woher die Kroaten wirklich stammen
(FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Genetische Spuren enthüllen die Reise eines Volkes: Internationale Forscher haben die Ursprünge der Kroaten kartiert – mit überraschenden Erkenntnissen zur slawischen Wanderung.

In der Kroatischen Akademie der Wissenschaften und Künste wurden kürzlich die Ergebnisse einer bahnbrechenden internationalen Studie zur genetischen Abstammung der Kroaten präsentiert. Die Forschungsarbeit, die Anfang September in der renommierten Fachzeitschrift Nature veröffentlicht wurde, ist das Ergebnis eines vierjährigen Projekts, an dem mehr als 30 Wissenschaftler beteiligt waren. Die Präsentation des Vortrags „Genetische Herkunft der Kroaten“ wurde vom kroatischen Rundfunk HRT übertragen.

Die Untersuchung gilt als eine der umfassendsten Analysen slawischer Bevölkerungsgruppen, die bisher durchgeführt wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass die frühesten genetischen Spuren der Slawen in einem Gebiet zu finden sind, das das heutige südliche Belarus, die nördliche Ukraine und Teile Westrusslands umfasst. Wissenschaftler definieren diese Region als die Urheimat der Slawen, von der aus sich die verschiedenen Stämme schrittweise nach Westen und in den Süden Europas ausbreiteten.

Slawische Wanderungen

Mario Slaus, wissenschaftlicher Berater am Anthropologischen Zentrum der Kroatischen Akademie der Wissenschaften und Künste, erläuterte die Wanderungsbewegungen der slawischen Gruppen aus dieser Ursprungsregion: „Ein Teil der Völker lässt sich im Gebiet des heutigen Polen nieder, ein anderer bleibt in den östlichen Teilen des heutigen Deutschlands, und wir, wie sich herausstellte, wählen den besten Weg und erreichen die Ostküste der Adria.“

Wer sein Wissen über die kroatische Geschichte vertiefen möchte, kann neuerdings Orte besuchen, die den bedeutenden Einfluss der Region Zagorje auf die Entwicklung ganz Kroatiens und darüber hinaus veranschaulichen.

Glagolitische Woche

Die diesjährige Glagolitische Woche findet in den mittelalterlichen Räumlichkeiten der Burg Grobnik statt. Besucher jeden Alters haben dort die Möglichkeit, den Prozess der Buchherstellung aus dem 15. und 16. Jahrhundert hautnah zu erleben – einer Zeit, in der die Glagoliten (mittelalterliche Schriftgelehrte) entscheidende Kapitel der kroatischen Kulturgeschichte prägten.

Im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe wird am Freitag, dem 28. November, auch ein wissenschaftliches Symposium an der Philosophischen Fakultät in Rijeka abgehalten.

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KO KOSMO-Redaktion
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