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Millionenbeute

Millionen-Coup durch die Wand: Profis räumen 3300 Schließfächer leer

Millionen-Coup durch die Wand: Profis räumen 3300 Schließfächer leer
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Über ein Parkhaus in den Tresorraum: Professionelle Einbrecher knackten 3300 Schließfächer und erbeuteten Millionen. Die Sparkasse steht vor einem Entschädigungsdrama.

Der Bankraub in Gelsenkirchen schreibt deutsche Kriminalgeschichte. Mit einer Beute von schätzungsweise 30 Millionen Euro gehört der Einbruch in die örtliche Sparkasse zu den aufsehenerregendsten Banküberfällen Deutschlands. Die Täter wählten einen ausgeklügelten Weg: Über ein angrenzendes Parkhaus gelangten sie zunächst in einen Archivraum und bohrten sich von dort durch die Wand zum Tresorbereich vor. Mit spezieller Ausrüstung knackten sie 3300 Schließfächer.

Die Filiale steht nun vor einem logistischen Albtraum. In einer offiziellen Mitteilung erklärt die Sparkasse: „Aktuell klären wir mit der Versicherung, wie die Schadensabwicklung so kundenfreundlich wie möglich erfolgen kann. Dazu werden wir alle betroffenen Kundinnen und Kunden informieren.“

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Flucht im Audi RS6

Die Ermittler konnten inzwischen erste Erkenntnisse zu den Tätern gewinnen. Überwachungskameras dokumentierten, wie die vermummten Einbrecher in einem schwarzen Audi RS6 vom Tatort flüchteten. Polizeisprecher Thomas Nowaczyk gab gegenüber der Bild bekannt: „Der Wagen war mit Hannover Kennzeichen versehen, die sich als gestohlen erwiesen.“

Zusätzlich berichteten mehrere Augenzeugen, sie hätten im Treppenhaus des Parkhauses Männer mit großen Taschen beobachtet.

Millionenschaden entstanden

„Es handelt sich um einen ausgesprochen spektakulären Fall, wie man ihn sonst eher aus dem TV kennt. Dahinter stehen viele einzelne Schicksale“, heißt es weiter. Vor der Filiale versammelten sich aufgebrachte Kunden. Etwa 2700 Personen sind betroffen und hoffen nun auf Entschädigung durch die Versicherung.

Jedes Schließfach ist mit maximal 10.300 Euro versichert. Falls alle Fächer ausgeräumt wurden, könnte sich der Gesamtschaden auf bis zu 33.990.000 Euro summieren. „Inzwischen können wir sagen, dass mehr als 90 Prozent der insgesamt rund 3300 Schließfächer im Tresorraum aufgebrochen wurden.“ Die tatsächliche Schadenssumme bleibt jedoch ungewiss, da der Wert der gelagerten Gegenstände stark variieren kann.

Eine Tatsache, die nun genauer untersucht werden muss.

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KO KOSMO-Redaktion
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