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Vogelgrippe

Vogelgrippe-Alarm: Kuh infiziert – Milch in Gefahr?

Vogelgrippe-Alarm: Kuh infiziert – Milch in Gefahr?
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Erstmals wurde das Vogelgrippevirus H5N1 bei einer Kuh außerhalb der USA nachgewiesen. Niederländische Behörden entdeckten Antikörper gegen den Erreger in der Milch eines Rindes. Diese Entwicklung wirft Fragen zur Sicherheit von Milchprodukten auf, da das Virus bei infizierten Kühen hauptsächlich über die Milch ausgeschieden wird.

Die niederländische Agrarministerin gibt jedoch Entwarnung: Von der betroffenen Kuh sei keine Milch in den Verarbeitungsprozess gelangt. Für Verbraucher bestehe kein Risiko, da handelsübliche Milchprodukte durch Pasteurisierung und Hitzebehandlung ohnehin virenfrei seien. Lediglich vom Konsum von Rohmilch wird angesichts der Ausbrüche bei amerikanischen Milchkühen abgeraten.

Infektionsfall entdeckt

Der Infektionsfall wurde durch eine Verkettung von Ereignissen aufgedeckt. Auf einem friesischen Bauernhof verendete am 26. Dezember eine Katze, bei der später H5N1 festgestellt wurde. Daraufhin untersuchten Behörden Mitte Jänner den Rinderbestand des Hofes.

Obwohl zu diesem Zeitpunkt keine der Kühe Krankheitsanzeichen zeigte, wurden bei einem Tier Antikörper gegen das Vogelgrippevirus nachgewiesen. Diese Immunreaktion deutet auf eine überstandene Infektion hin. Die betreffende Kuh hatte im Dezember tatsächlich unter einer Euterentzündung und Atembeschwerden gelitten – typische Symptome einer H5N1-Infektion bei Rindern.

Weitere Proben von anderen Tieren des Bestandes zeigten keine Auffälligkeiten, fünf Proben werden allerdings noch genauer untersucht. Für eine aktive Verbreitung des Virus innerhalb der Herde gibt es derzeit keine Hinweise.

Folgen für Milchwirtschaft

Ein H5N1-Ausbruch würde die Milchwirtschaft vor erhebliche Herausforderungen stellen, zumal die Branche bereits mit der Blauzungenkrankheit zu kämpfen hat. Nach europäischen Vorschriften darf Milch von H5N1-infizierten Kühen nicht vermarktet werden.

Zudem sinkt bei erkrankten Tieren die Milchleistung, während die produzierte Milch dickflüssig wird und Verfärbungen aufweist. Die meisten infizierten Rinder genesen jedoch wieder vollständig. Bemerkenswert ist, dass Rinder neben Menschen die einzigen bekannten Lebewesen sind, bei denen das Virus nicht primär das Gehirn befällt – bei Kühen konzentriert sich die Infektion auf das Euter, beim Menschen auf Augen und Atemwege.

Australien bleibt bislang als einziger Kontinent von der Vogelgrippe verschont. Experten befürchten jedoch verheerende Folgen, sollte der Erreger durch Zugvögel eingeschleppt werden, da die dortige Vogelpopulation keinerlei Immunität gegen das Virus besitzt.

Fachleute halten es für unwahrscheinlich, dass der Inselkontinent dauerhaft von der Seuche verschont bleibt.

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KO KOSMO-Redaktion
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