Zwei geladene Pistolen, eine Vorstrafe wegen versuchten Mordes – in Zagreb verhinderte ein Anruf das Schlimmste.
Die Zagreber Polizei hat am Morgen einen bewaffneten Mann festgenommen, der zwei geladene Pistolen mit sich führte – beide schussbereit, jeweils mit einer Patrone im Lauf. Innenminister Davor Bozinovic machte den Vorfall im kroatischen Parlament öffentlich. „Hätte die Polizei nicht auf die Meldung reagiert, hätten wir heute Morgen möglicherweise das schlimmste Szenario erlebt“, sagte er im Rahmen der Präsentation des Polizeiarbeitsberichts für 2025.
Rasches Eingreifen
Der Minister unterstrich, dass einzig das rasche Eingreifen der Einsatzkräfte eine mögliche Katastrophe abgewendet habe. Ohne diese rechtzeitige Reaktion wäre in Zagreb wohl mit dem schlimmstmöglichen Ausgang zu rechnen gewesen.
Bei dem Festgenommenen handelt es sich laut Minister um einen der Polizei und Justiz bereits bekannten Mann. Noch im laufenden Jahr sei gegen ihn eine Behandlungsmaßnahme angeordnet worden; 2016 war er wegen versuchten Mordes angezeigt worden, nachdem er mit einer illegalen Schusswaffe das Feuer eröffnet hatte. In seiner Akte fänden sich zudem zwei registrierte Drohungen, Einträge wegen Gewalttätigkeit sowie ein Einbruch in einen Kiosk.