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Führungskräfte

Job-Beben bei VW: 5.500 Führungskräfte betroffen

Job-Beben bei VW: 5.500 Führungskräfte betroffen
Foto: epa/Andreu Dalmau
2 Min. Lesezeit |

VW krempelt sein Führungssystem um: Weniger Manager, neue Karrierestufen – und Boni, die künftig wirklich ans Eingemachte gehen.

Ab dem Jahr 2027 will Volkswagen die variable Vergütung seiner Führungskräfte grundlegend neu ausrichten – mit einem deutlich stärkeren Fokus auf die individuelle Leistung jedes einzelnen Managers. Intern wird das bestehende Bonussystem als zu wenig leistungsorientiert bewertet. Statt wie bisher primär auf Konzernkennzahlen oder übergeordnete Zielvorgaben zu setzen, sollen künftig der persönliche Beitrag, die übernommene Verantwortung sowie das Engagement bei der Transformation des Unternehmens als zentrale Kriterien gelten.

Der individuelle Leistungsanteil am Bonus soll dabei besonders deutlich wachsen: Lag er bislang zwischen 13 und 17 Prozent, ist künftig ein Anteil von 35 Prozent vorgesehen.

Neues Bonussystem

Auch die langfristige variable Vergütung steht vor einer Neugewichtung. Ihr bisheriger Anteil von 50 bis 60 Prozent soll auf 40 Prozent zurückgeführt werden, um kurzfristigere Anreizwirkungen zu erzielen. Darüber hinaus prüft der Konzern die Einführung eines gesonderten Spar-Bonus, der sicherstellen soll, dass laufende Restrukturierungsmaßnahmen die Leistungsbereitschaft der Führungskräfte nicht negativ beeinflussen.

Zur Bewertung der Bonusansprüche ist ein neues Beurteilungssystem geplant, das auf drei Säulen aufbaut: Zielerreichung, Verhalten und Wirkung. Für Führungskräfte der obersten Ebene soll zusätzlich ein sogenannter Impact-Index eingeführt werden, der besondere Leistungen sichtbar macht. Sowohl gute Ergebnisse als auch vorbildliches Verhalten sollen dabei mit Sternen ausgezeichnet werden.

Neue Karrierestrukturen

Parallel dazu plant Volkswagen eine umfassende Reform der Karrierestrukturen im Management. Die bisherigen Führungskreise sollen durch ein gestuftes Levelmodell abgelöst werden. In einem ersten Schritt ist vorgesehen, die weltweit rund 21.500 Managementpositionen auf 16.000 zu reduzieren und auf vier Ebenen zu verteilen – wobei auch Rückstufungen ausdrücklich möglich sein sollen.

Level 1 ist für 400 Top-Manager reserviert, die gemeinsam mit 1.200 Führungskräften aus Level 2 das strategische Management des Konzerns verantworten sollen. Das operative Geschäft liegt künftig bei Level 3 mit 3.600 sowie Level 4 mit 10.800 Personen.

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KO KOSMO-Redaktion
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