Fans, Verbände, Funktionäre – gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino formiert sich eine breite Front. Jetzt wird der Druck zur globalen Bewegung.
Gianni Infantino gerät nicht aus dem Schussfeld. Die mittlerweile zurückgezogenen Pläne des FIFA-Präsidenten, private Investoren in künftige WM-Geschäfte einzubinden, haben in der Fußballwelt einen Sturm der Empörung ausgelöst – und die UEFA unmissverständlich auf Gegenkurs gebracht. Nun formiert sich auch die organisierte Fanszene: Mit einer weltweiten Petition fordern Unterstützerverbände den sofortigen Rücktritt Infantinos und eine grundlegende Reform des Weltverbandes.
Fans fordern Rücktritt
„Der beschämende Versuch einer einzelnen Person – des FIFA-Präsidenten selbst –, die Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen, hat einen Verrat offenbart, den der Fußball niemals vergessen wird“, heißt es in einer von Football Supporters Europe (FSE) verbreiteten Erklärung.
Hinter dem Aufruf stehen die kontinentalen Fanverbände Europas, Afrikas und Nordamerikas sowie knapp 40 nationale Vereinigungen. Zwar habe der Fußball Infantino mit seinen Investorenplänen gestoppt, räumen die Unterzeichner ein – doch sie sehen darin lediglich den vorläufigen Höhepunkt einer langen Reihe von Angriffen auf den Sport.
„Von seiner heimlichen Beteiligung an der europäischen Superliga bis hin zum gescheiterten Projekt eines zweijährigen WM-Zyklus, von der erpresserischen Ticketpolitik bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 bis hin zur Kultur der Einschüchterung und der persönlichen Macht, die er im internationalen Fußball etabliert hat“, so die Vorwürfe. „Gianni Infantino hat sein Amt und den Fußball insgesamt verraten.“ Für den 56-jährigen Schweizer wächst der Druck von allen Seiten.