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Hochgeschwindigkeitszug

Schneller als ÖBB: Italiens Hochgeschwindigkeitszug rast bald durch Österreich

Schneller als ÖBB: Italiens Hochgeschwindigkeitszug rast bald durch Österreich
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Italiens Hochgeschwindigkeitszüge rollen durch Deutschland und Österreich – ein Meilenstein auf dem Weg zu einer neuen Bahnverbindung quer durch Europa.

Die italienische Staatsbahn Ferrovie dello Stato (FS) hat Anfang September 2026 die Testfahrten für ihre Hochgeschwindigkeitszüge des Typs Frecciarossa aufgenommen. Die Fahrten sind Bestandteil eines internationalen Zulassungsverfahrens und verfolgen ein klares Ziel: Ab Sommer 2027 sollen direkte Zugverbindungen zwischen Mailand und München sowie zwischen Rom und München über Innsbruck in Betrieb gehen.

Internationale Teststrecken

Die Teststrecken erstrecken sich über zwei Länder. In Österreich werden die Züge auf dem Abschnitt zwischen Kufstein, dem Brenner, Salzburg und Wien erprobt, in Deutschland auf der Verbindung Berlin–München mit Anschluss nach Kufstein. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit tauschen FS, die Österreichischen Bundesbahnen und die Deutsche Bahn technisches Know-how aus – unter anderem, um die Züge an die unterschiedlichen Stromversorgungs- und Signalsysteme der jeweiligen Länder anzupassen.

Die laufende Zulassung der Frecciarossa-ETR1000 für den Verkehr in Deutschland, Österreich und Italien erfolgt im Rahmen einer sogenannten DAI-Zulassung, für die spezielle dynamische Tests unter anderem in der Toskana und auf italienischen Hochgeschwindigkeitsstrecken durchgeführt werden.

Europäische Ambitionen

Über den unmittelbaren Projektrahmen hinaus verfolgt die FS weitreichendere Ambitionen: Der Zug soll zum zentralen Verkehrsmittel für die europäische Mobilität werden. FS-Chef Gianpiero Strisciuglio formulierte es so: „Der Beginn der Testfahrten in Deutschland und Österreich ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einem Projekt, das unseren Anspruch bestätigt, den Zug zum bevorzugten Verkehrsmittel für die europäische Mobilität zu machen.“ Perspektivisch könnten die Frecciarossa-Züge auch Frankfurt am Main und Krakau in das Streckennetz einbeziehen.

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KO KOSMO-Redaktion
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